18.03.2010, 21:31  von Kid Möchel

Salzburger Aluminium sperrt Werk II wieder auf

Die SAG sieht wieder Licht am Ende des Tunnels. Die Auftragslage hat sich bei den Nutzfahrzeugen verbessert, nur im PKW-Bereich sind die Auftragsstückzahlen noch klein.

Lend. Beim Automobilindustrie-Zulieferer Salzburger Aluminium SAG (790 Mitarbeiter), der sehr harte Restrukturierungsmaßnahmen durchgemacht hat, geht es wieder leicht bergauf. Am Mittwoch hat der SAG-Aufsichtsrat beschlossen, die über die Winterzeit geschlossene Schrottverarbeitung (Werk II) wieder zu öffnen.

"Das Werk ist seit Donnerstag wieder in Betrieb, die Auftragslage hat sich gut erholt", sagt SAG-Vorstand Karin Exner-Wöhrer. "Wir hätten eigentlich einen Personalabbau vorgehabt, aber haben uns mit der Gewerkschaft auf ein Paket mit Kurzarbeit einigen können." Insgesamt geht es dabei um 73 Vollzeitbeschäftigte, die ihren Job behalten haben.

Generell habe sich die Lage der SAG, deren Umsatz von 338 Millionen € auf 180 Millionen € im Vorjahr geschrumpft ist, erfangen. Dabei spart Exner-Wöhrer nicht mit Lob für den Einsatz der Stammmannschaft, dazu zählen u. a. Andreas Kraly (SAG Materials Technology) und Günther Trenda (Gusswerkstoffe), und von SanierungsVorstand Reinhold Pfeifer von der Management Factory.

"Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Wir sind mit den Umsatzzahlen im Plan", bestätigt Exner-Wöhrer. "Wir sehen generell eine gute Bodenbildung und eine Nachfrage in den Alu-Tech-Betrieben." Nachsatz: "Es ist ein noch deutlicherer Aufwärtstrend, als wir ihn im Dezember erwartet haben."

Vor allem in der Sparte Nutzfahrzeuge - Daimler, Iveco, Volvo, aber auch Scania und DAF zählen zu den Kunden - sei eine Erholung eingetreten. Das Auftragminus von 70 Prozent im Vorjahr sei auf knapp mehr als 50 Prozent gesunken.

"Die Nachfrage ist wiederbelebt", sagt die SAG-Chefin. "Im Pkw-Bereich sehen wir das noch nicht, es gibt vereinzelt neue Auftragsvergaben, aber von den Stückzahlen hat sich das noch nicht erholt." Hier zählen zu den Kunden u. a. Daimler, Porsche und Audi. Exner-Wöhrer: "Überraschend gut läuft es aber auf dem Bike-Sektor, die Aufträge sind deutlich mehr geworden."

Grafik: SAG

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