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22.08.2012, 18:19 von Patrizia Reidl
Am Montag war es wieder einmal soweit - Österreich ist in den Nachrichten des renommierten englischen Radiosender BBC World Service vorgekommen. Das passiert selten, sehr selten, als regelmäßige Hörerin weiß ich das. Zu ruhig, unspektakulär, fast belanglos läuft das Leben im kleinen Alpenland.
Dienstag war anders. Österreich ist aufgefallen. Dank der Partei mit dem F im Namen. Anlaß war ein Bild, eine Karikatur, und deren offensichtlich antisemitischer Inhalt. Die Partei hat das sofort in Abrede gestellt. Was dem BBC Radiosender eine Erwähnung wert war - „Austria's far right Freedom Party said ..."
Danke, Verantwortliche in der Partei mit dem F im Namen. Dass das Land - international - wieder einmal mit menschenverachtendem Content aufgefallen ist. Ist ja leider seit vielen Jahren fast ein Markenzeichen,. Zu verdanken fast immer definitv einer jener Parteien, die ein F im Namen hat. Oder deren Mutant ohne F im Namen. Gräßlichkeiten scheinen die Österreich-Berichterstattung im Ausland zu dominieren. Die letzten Erwähnungen im BBC Radio sind meiner Erinnerung nach die Fälle Fritzl und Kampusch. Ah ja, dazwischen war dann noch Niki Lauda und sein Sager bezüglich „zwei Männer, die miteinander tanzen, haben nichts im Hauptabendprogramm des Fernsehens zu suchen". Und immer wieder Ausritte der rassistischen Art der einschlägigen Parteien.
Ich kann's den internationalen Medien nicht verdenken. Solange hierzulande der Kleingeist regiert und der Antisemitismus immer wieder aufplatzt. International fällt das auf, auch wenn zuhause kein Hahn mehr danach schreit.

Patrizia Reidl
Nie „was Gescheites“ studiert, dafür immer die spannenden Sachen verfolgt – z.B. Soziolinguistik in Zürich
1994 das Studium an der Uni Klagenfurt beendet, anschließend nach Schottland zum Arbeiten
Nach vier Jahren zurück in Österreich – Wien und mich auf das Gebiet der „Wirtschaft“ eingeschifft: Erst eine kanadische Investmentfirma, dann Pressearbeit bei einem Politiker, dann in der Bank Austria Creditanstalt. Dort Osteuropa „entdeckt“.
Dazwischen und nebenher immer wieder „Journalismus“, Hauptmedium: Das Radio.
Seit 2007 im WirtschaftsBlatt, Redaktion Osteuropa und International
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