23.11.2012, 15:19  von von Stefan Ludwig 

Warum der Walkman-Erfinder nur noch Ramsch ist

Es ist ein Jammer. In meiner Kindheit hielt ich auf jeder Autofahrt noch stolz ein Walkman-Imitat von Aiwa in den Händen. Auch meine erste Stereoanlage, für 1000 D-Mark, stammte von dem japanischen Hersteller. Nun könnte ich argumentieren, ich hätte schon damals den richtigen Riecher gehabt. Schließlich übernahm Sony viele Jahre später den Elektronikkonzern. 

Aber Sony ist heuer nur noch ein gelähmter Riese. Die Produkte sind super, von einem habe ich in meinem letzten Blogeintrag bereits geschwärmt. Vor kurzem habe ich mir die aktuelle Handypalette angeschaut und auch die bewundert. Die Laptops sind schön und gut. 

Doch Sony hat seit seiner Glanzzeit in den 1980er Jahren viele Kämpfe gegen Windmühlen gekämpft - und natürlich verloren. Gegen das praktische MP3-Format, gegen die VHS-Videokassette, um nur zwei Beispiele zu nennen. Und während die aktuelle X-Box von Microsoft ein Alleskönner-Wohnzimmer-Multimedia-Wunder ist, erblasst Sonys Entertainment Playstation Network daneben.

Immerhin ist Sony nicht der einzige Elektronikkonzern, der unter den niedrigen Margen leidet. Auch Panasonic wurde jüngst von den Ratingagenturen als Ramsch eingestuft. 

Aber es fehlt bei dem japanischen Konzern einfach die echte Spezialität. Die riesige Produktpalette überfordert die Kunden und sie lässt echte Höhepunkte vermissen. Da können die Geräte noch so oft Testsieger werden - der Sony-Schriftzug hat viel von seinem Glanz verloren. Das ist schade, aber in den nächsten Jahren kaum zu ändern. 

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