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03.12.2012, 14:39
Frankfurt am Main. Die AUA-Mutter Lufthansa sucht auf ihrem Sparkurs auch beim bisher noch lukrativen Langstreckenverkehr nach Möglichkeiten, die Kosten zu minimieren. Die Stückkosten sollen in den kommenden drei Jahren um zehn Prozent gegenüber dem Wert von 2011 sinken, hat das Management der Kerngesellschaft Lufthansa Passage vorgegeben.
Dafür soll die Abwicklung der Flüge an zahlreichen Stellschrauben optimiert werden, wie aus der Mitarbeiterzeitschrift "Lufthanseat" hervorgeht. Im Jahr 2025 soll der Passagierkilometer dann 20 Prozent günstiger sein.
Treibstoff sparen
Konkret nannte die Lufthansa unter anderem das Treibstoff-Management, das mit Hilfe von Daten bereits ausgeführter Flüge optimiert werden könne. Ein Teil der hohen Kerosinkosten wird ohnehin durch den Einsatz neuer, effizienterer Flugzeuge eingespart. Bereits geplant ist zudem ein verstärkter Einsatz von Flugzeugen ohne die personalintensive und auf einigen Strecken nicht ausgelastete First Class.
Beim zweitgrößten Kostenblock, den Gebühren und Entgelten rund um die Flüge, will Lufthansa mit Lieferanten und Dienstleistern nachverhandeln. Zudem wird darüber nachgedacht, wie man die Reserveflotte verkleinern kann, ohne bei der Zuverlässigkeit des Netzflugplans Abstriche machen zu müssen.
Personal soll vorerst bleiben
Vorerst keine große Kostenentlastung ist beim Personaleinsatz zu erwarten, da mit der Kabinengewerkschaft UFO ein Tarifkompromiss erzielt wurde, der für langfristige Einsparungen zunächst zusätzliche Ausgaben für die Lufthansa beinhaltet. Im Europa-Verkehr abseits der Drehkreuze München und Frankfurt spart die Lufthansa durch Verkehrsverlagerungen auf ihre Tochter Germanwings, bei der das Kabinenpersonal zu deutlich geringeren Bezügen arbeitet.
Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" werden zudem im chinesischen Shenzhen die Gespräche über eine engere Zusammenarbeit mit der aufstrebenden, teil-staatlichen Gesellschaft Turkish Airlines intensiviert. Deren Chef Temil Kotil sagte der Zeitung, dass im ersten Quartal kommenden Jahres eine Entscheidung fallen werde. Im Gespräch ist eine gegenseitige Kapitalbeteiligung in noch unbekannter Höhe. Lufthansa-Chef Christoph Franz sprach hingegen von "ungelegten Eiern". Die beiden Unternehmen arbeiten bereits im Bündnis "Star Alliance" zusammen und betreiben zusammen den Charter- und Linienflieger "SunExpress".
(APA/dpa)
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