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30.12.2012, 19:00
Frankfurt/München. Siemens stellt sich auf ein schwieriges neues Jahr ein. "2013 werden wir sicher Gegenwind haben", sagte Konzernchef Peter Löscher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Ich erwarte abflauendes Wachstum und in der Eurozone eine leichte Rezession, aber kein weltweites Krisenszenario." Hoffnungen setzt der Manager auf die weltgrößten Volkswirtschaften USA und China. Er erwarte keinen Absturz der Weltwirtschaft, sondern "eher die eine oder andere positive Überraschung".
Voraussetzung sei, dass die USA die "Fiskalklippe" umschifften, dann gebe es dort immer Wachstumsmöglichkeiten. Niedrige Energiepreise begünstigten die Re-Industrialisierung der USA - das werde Siemens dort mittelfristig beflügeln. "Und China ist beim Wachstum eine Acht vor dem Komma zuzutrauen", sagte der Chef des Industriekonzerns der Zeitung weiter.
„Wir lassen niemanden im Stich"
Gleichzeitig will Siemens-Chef Löscher nach dem geplatzten Liefertermin für acht neue ICE-Züge nicht als Sündenbock für mögliche Probleme im Winterfahrplan der Bahn herhalten. "Wir lassen niemandem im Stich. Unseren Kunden Deutsche Bahn nicht und nicht deren Fahrgäste", sagte Löscher der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Siemens habe der Bahn ein umfangreiches Winterpaket angeboten. Konzernchef Löscher, ein gebürtiger Kärntner, steht seit 2007 an der Spitze von Siemens.
"100-Service-Techniker stehen jederzeit bereit, um Probleme der ICE-Flotte jederzeit beheben zu können." Siemens hatte Ende November mitgeteilt, dass acht neue ICE 3 des Typs Velaro nicht wie geplant eingesetzt werden können und dafür scharfe Kritik geerntet. Grund für die Verzögerung waren Software-Probleme.
Reuters/APA/dpa/ekh
(Reuters/APA/dpa/ekh)
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