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06.01.2013, 12:19
München/Wien/Zürich. Die Swiss-Life-Tochter AWD, die kürzlich in „Swiss Life Select" umbenannt wurde, hat ihre Eigentümer 2012 massiv enttäuscht. Wie das Nachrichtenmagazin FOCUS aus Kreisen des Schweizer Lebensversicherers erfuhr, hat das Tochterunternehmen von der Zielvorgabe, 50 bis 60 Millionen Euro Gewinn zu liefern, „nicht einmal zehn Prozent erreicht". Ursache für das schwache Ergebnis seien Rückstellungen für Schadensersatz-Prozesse wegen Falschberatung vor allem in Österreich - sowie die Abwanderung zahlreicher Berater.
Die Swiss Life, die AWD 2007 von Gründer Carsten Maschmeyer übernommen hatte, will dies „vor Veröffentlichung des Jahresabschlusses am 27. Februar nicht kommentieren". Der Gewinneinbruch bei AWD zeichnete sich bereits ab, als Swiss Life den ursprünglichen Kaufpreis von 1,2 Milliarden Euro im vierten Quartal 2012 um 478 Millionen Euro wertberichtigen musste. Die Schweizer kündigten damals auch die Streichung von bis zu 400 Stellen im Finanzvertrieb an.
(APA)
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