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03.02.2013, 16:00
Frankfurt. Der Dax wird sich nach Einschätzung von Börsianern in der neuen Woche in Reichweite der psychologisch wichtigen Marke von 8000 Punkten halten. Ein baldiger Sprung über diese Hürde sei aber nicht zu erwarten, schreiben die Analysten der Landesbank Berlin (LBB) in einem Kommentar. "Aufgrund des wirtschaftlich schwachen vierten Quartals dürften sich die positiven Impulse der Berichtssaison im Euroraum in engen Grenzen halten. Zudem rücken die Wahlen in Italien immer näher, was für Verstimmung sorgen könnte."
Einen größeren Rückschlag für den deutschen Leitindex befürchten Börsianer aber auch nicht. In der alten Woche büßte der Dax 0,3 Prozent ein. "Der Sprung über die 8000er Marke ist nur eine Frage der Zeit", sagt Aktienstratege Carsten Klude von MM Warburg. Die Konjunktur werde im aktuellen Quartal deutlich besser laufen als im Vorquartal.
Dass der deutsche Aktienmarkt derzeit im europäischen Vergleich hinterherhinke, liege an seiner starken Kursentwicklung im Jahr 2012, ergänzt der MM Warburg-Experte. Im vergangenen Jahr hatte der Dax mit einem Plus von 30 Prozent viele andere Aktienindizes hinter sich gelassen. "Für diejenigen Anleger, die noch unterinvestiert sind, ist die relative Schwäche vielleicht eine gute Gelegenheit zum Einstieg", betont Klude.
Unter den deutschen Konjunkturdaten sind für Investoren vor allem die Auftragseingänge der deutschen Anlagenbauer am Dienstag sowie der deutschen Industrie am Mittwoch von Interesse. Bei letzterem sagen von Reuters befragte Analysten für Dezember im Schnitt ein Plus von 0,6 Prozent voraus, nach einem Minus von 1,8 Prozent im Vormonat.
Am Donnerstag stehen Zahlen zur Industrieproduktion an. Ihr Wachstum hat sich voraussichtlich auf 0,1 von 0,2 Prozent abgeschwächt. Diese Zahl sollte aber nicht überinterpretiert werden, warnt Commerzbank-Volkswirt Ralph Solveen. "Denn die saison- und arbeitstäglich bereinigten Dezember-Daten werden sehr stark von der Lage der Weihnachtsfeiertage beeinflusst." In den USA stehen keine potenziell marktbewegenden Konjunkturdaten auf der Agenda.
Bilanzsaison reloaded
Bei den Unternehmen richten sich die Augen am Dienstag auf die Münchener Rück, die Eckdaten zur Geschäftsentwicklung bekanntgeben will. Experten rechnen im Schnitt mit einem Reingewinn von 3,15 Milliarden Euro. Am Donnerstag ist Daimler mit der Veröffentlichung seiner Gesamtjahresbilanz an der Reihe. Aus der zweiten und dritten Reihe gewähren Kuka (Dienstag), Gea (Mittwoch) und Heidelberger Druck (Donnerstag) Einblick in ihre Bücher.
Zentralbanken im Fokus
Von den Ratssitzungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Bank von England (BoE) erwarten Börsianer keine Veränderungen der Geldpolitik. Dennoch blicken sie gespannt auf die Pressekonferenz des EZB-Chefs Mario Draghi am Donnerstag. Dort wird er sich voraussichtlich kritischen Fragen zu möglichen Versäumnissen bei der Bankenaufsicht während seiner Zeit als italienischer Notenbank-Chef stellen müssen.
In Großbritannien rechnen Analysten trotz einer drohenden neuen Rezession nicht mit einer Ausweitung der Anleihekäufe durch die BoE. "Dies würde der Realwirtschaft nur marginal helfen, während es die längerfristigen Inflationsrisiken schürt", betont David Kern, Chef-Ökonom der British Chambers of Commerce.
(Reuter/Hakan Ersen/ekh)
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Börseschluss. Schwache China-Daten haben den Handel am Donnerstag belastet. Druck kommt auch durch Aussagen von US-Notenbank-Chef Bernanke. Gute Eurozonen-Daten hatten keinen Einfluss.
Der deutsche Stahlkonzern Salzgitter schreibt rote Zahlen. Verkäufe sind kein Thema, sagte der Chef seinen Aktionären.
Ausgliederung. Der italienische Telekomkonzern überlegt die Überführung des Festnetzgeschäftes in ein eigenes Unternehmen.
Anlage. Der Rückversicherungskonzern hat in Schweden insgesamt 14 Windkrafträder gekauft, kein Anageben zu Kaufpreis.
Der finnische Baukonzern YIT hat Interesse am Service-Geschäft des deutschen Konkurrenten Hochtief signalisiert, die Strabag ebenso.



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