14.02.2013, 07:15  von Leo Himmelbauer

Noch nie war Nestle so teuer

Bild: EPA LAURENT GILLIERON

Der Schweizer Nahrungsmittel-Konzern Nestle hat im Vorjahr Umsatz und Gewinn weiter in die Höhe getrieben. Auf Rekordhoch ist auch die Aktie.

Zürich. Nestle bei beachtlichen 208 Milliarden Franken angekommen. Das ist der Börsewert des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns, dessen Aktie auf Rekordhoch notiert. Nestle ist damit die schwerste Aktie im Züricher Leitindex SMI, im dem 30 Titel gelistet sind.  907 Milliarden Franken (738 Milliarden Euro) sind diese 30 Unternehmen zusammen wert. Nestles Anteil daran: 22,9 Prozent. Es folgen übrigens Novartis (18,8 Prozent), Roche (15,8 Prozent), UBS (6,1 Prozent) und ABB (5,0 Prozent). Zum Vergleich: Alle 20 ATX-Unternehmen zusammen sind aktuell 38,6 Milliarden Euro wert.

Nestle-Chef Paul Bulcke präsentierte am Donnerstag das Jahresergebnis 2012, das dem Höhenflug an der Börse gerecht wird: Der Konzern konnte seinen Umsatz um 10,2 Prozent auf 92,2 Milliarden Franken steigern. Der operative Gewinn verbesserte sich um 11,8 Prozent auf 14 Milliarden Franken. Der Reingewinn stieg auf 10,6 Milliarden Franken, der Gewinn je Aktie um 12,2 Prozent auf 3,33 Franken. Die Dividende soll auf 2,05 Franken je Anteilsschein angehoben werden.

Bulcke ist zuversichtlich, dass der Erfolgskurs beibehalten wird: Organisches Wachstum zwischen fünf und sechs Prozent sowie eine Verbesserung der Marge und des nachhaltigen Gewinns pro Aktie sind auch für heuer zu erwarten.

Im Vorjahr war das Wachstum der Gruppe breit abgestützt in allen Kategorien und Weltregionen. Das organische Wachstum betrug 5,9 Prozent in Nord- und Südamerika, 2,4 Prozent in Europa und 10,3 Prozent in Asien, Ozeanien und Afrika.

Der Umsatz mit Getränken in flüssiger- und Pulverform stieg um 8,9 Prozent auf 20 Milliarden Franken. Mit dieser Produktgruppe verdient am meisten. Die operative Ergebnismarge beträgt 22,5 Prozent. Der zweitgrösste Umsatzbringer, Milchprodukte und Speiseis (18,6 Milliarden Franken, plus 5,7 Prozent) bringt es auf eine Marge von 15,1 Prozent. Profitabler sind Produkte für Heimtiere (10,8 Milliarden Franken Umsatz, plus sieben Prozent, Marge 20,4 Prozent), das Süsswarengeschäft (10,4 Milliarden Franken Umsatz, plus 4,8 Prozent, Marge 17,1 Prozent) und die Sparte Nutrition und Healthcare (10,7 Milliarden Franken Umsatz, plus 6,7 Prozent, Marge 18,3 Prozent).

Mit Wasserprodukten setzt Nestle 7,2 Millarden Franken um (plus 6,4 Prozent), die operative Marge beträgt 8,9 Prozent. Fertiggerichte bringen 14,4 Milliarden Franken Umsatz (plus 1,4 Prozent) und eine Marge von 14,1 Prozent.

Wie viel Nestle mit Nespresso verdient, wird nicht verraten. Der Kapselkaffee fällt in die Sparte Übriges, deren Umsatz 13,9 Milliarden Franken betrug (bei einem organischen Wachstum von 8,7 Prozent) und die ihre Ergebnismarge weiter verbessern konnte - auf 17,2 Prozent. Zum Thema Nespresso heisst es: "Nespresso erzielte erneut eine starke Leistung mit zweistelligem Wachstum. Nespresso verstärkte weiterhin die Position in Europa und beschleunigte die Ausbreitung im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Nord- und Südamerika. Zu den Innovationen gehörten fünf neue Grand Cru Kaffeesorten und die zwei neuen Maschinen Maestria und U. Mit 52 neuen Boutiquen ist Nespresso an über 300 Standorten in 48 Ländern präsent. Nespresso Club Mitglieder konnten auf neue Dienstleistungen zugreifen. Über zwei Drittel des Rohkaffees wurden über das Nespresso AAA Sustainability Quality Programm eingekauft und das Ziel, 75% aller Kapseln zu recyclen, wurde ein Jahr früher als geplant erreicht.

Der Verwaltungsrat wird die Wiederwahl von Peter Brabeck-Letmathe, Steven G. Hoch, Titia de Lange und Jean- Pierre Roth als Verwaltungsratsmitglieder für je eine weitere Amtszeit von drei Jahren vorschlagen. Ausserdem wird die Wahl von Eva Cheng vorschlagen. Sie ist ehemalige Generaldirektorin des weltweit tätigen US-amerikanischen Konsumgüterunternehmens Amway Corporation, mit Verantwortung für die Regionen China und Südostasien. André Kudelski hat das Ende seiner dritten Amtszeit erreicht und steht nicht zur Wiederwahl.

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    1 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    Gast: PsySex meint

    Organischer Wachstum, lediglich auf Zahlen bezogen, wirkt irgendwie krank.

    verfasst am 14.02.2013, 17:11

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