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20.02.2013, 22:38 von Andreas Wolf
Das Thema „Pferdelasagne" wurde in den vergangenen Tagen oft bemüht. Dass es zu all dem Negativen in Verbindung mit dem Lebensmittelskandal auch Unternehmen gibt, den in positivem Sinne eine höhere Aufmerksamkeit zuteil wird, tritt dabei in den Hintergrund.
Das TecDAX-Schwergewicht Qiagen (9,6 Prozent) erlebte einen deutlichen Kursaufschwung, weil man unter anderem biologische Schnelltests für die Lebensmittelkontrolle entwickelt hat. Von einer strengeren Kontrollpraxis wird das Unternehmen profitieren. Zufälligerweise überschritt die Aktie mit dieser Nachricht auch eine starke Widerstandszone im Bereich von 15 € und bewegt sich nun auf die nächste Hürde bei 17,50 € zu.
Kursziel 1059 Punkte
Für den TecDAX sind das gute Nachrichten, denn insgesamt haben fünf von 30 Indexaktien einen Anteil von 47 Prozent. Und vier dieser fünf Schwergewichte bewegen sich in ganz klaren Aufwärtstrends. Neben Qiagen sind dies Wirecard (Anteil 10,4 Prozent, United Internet (8,5 Prozent) und Freenet (8,3 Prozent). Nur das Papier der Software AG, die schwergewichtigste Aktie im TecDAX mit 10,6 Prozent, steckt noch in einer Seitwärtsbewegung fest. Sie gehört gemeinsam mit Pfeiffer Vacuum (Anteil knapp fünf Prozent) zu jenen beiden Titeln, die seit Jahresbeginn im Minus liegen.
Alle anderen 28 verzeichnen überwiegend Zugewinne zwischen acht und 28 Prozent. Auch die „Breite" dieses Aufschwungs spricht für eine Beschleunigung der TecDAX-Rally.
Zudem achten auch die Portfoliomanager nun zunehmend wieder auf die kleineren Märkte, die darüber hinaus aus technischer Sicht stärkere Zugewinne versprechen. Viele sind durch die Underperformance des vergangenen Jahres nun stärker sensibilisiert und investieren ihre freie Liquidität nicht mehr so zögerlich. Das lässt sich an den Kurssprüngen in der einen oder anderen Aktie in den kleineren Indizes ablesen.
Charttechnisch verlässt der TecDAX gerade ein seit November 2007 bestehendes „Konsolidierungsdreieck" nach oben. Gelingt es den Bullen nun nachhaltig, dieses positive Momentum zu nutzen, dann gerät sofort der Hochpunkt dieser Formation aus dem Dezember 2007 bei 1059 Punkten in das Visier der Investoren.
Viele Favoriten
Wer auf eine positive Entwicklung im TecDAX setzen mag, dem empfiehlt sich in der Regel die Direktinvestition in verschiedene Aktien. Eine Fondskonstruktion oder Derivate sind aus Gründen der dabei entstehenden Zusatz- und Absicherungskosten eher als unattraktiv zu bewerten.
Besonderes Augenmerk sollte man vor allem auf die Gewinneraktien seit Jahresbeginn legen.
Selten werden nämlich Trends, die sich in den ersten drei Monaten bei den besten Aktien ergeben haben, umgedreht.
Das heißt, Gewinneraktien wie Satorius oder Drägerwerk, die sich derzeit moderat von Allzeithoch zu Allzeithoch bewegen gehören dabei ebenso in ein „TecDAX-Depot", wie die Schwergewichte Qiagen, Wirecard, United Internet und Freenet.
Darüber hinaus sollte eine Aktie wie Morphosys nicht fehlen, die unter Übernahmegesichtspunkten in diesem Jahr durchaus noch positiv überraschen könnte.
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