02.02.2016, 09:33  von Leo Himmelbauer

Rekordgewinn für steirischen Apple-Zulieferer AMS

Bild: PEROUTKA Guenther / WB

Der steirische Chip- und Sensorenhersteller AMShat sich im Vorjahr weitaus besser behauptet als erwartet. Umsatz und Gewinn sind auf Rekordhöhe. Die Dividende wird kräftig angehoben.

Jahrelang galt die einzige österreichische Aktie an der Schweizer Börse als Geheimtipp für Anleger. Das Papier des Chip- und Senorenherstellers AMS mit Sitz in Unterpremstätten sorgte immer wieder für sehenswerte Kursgewinne. Im Juni des Vorjahres gab es erste Gerüchte, AMS würde Aufträge seines Prestigekunden Apple verlieren. Als im Dezember die Gerüchte neuerlich aufkochten, war es mit der Euphorie endgültig vorbei. Zwei veritable Kursstürze binnen sechs Monaten liessen sich nicht einfach wegstecken. Die Kursgewinne von eineinhalb Jahren sind nun ausradiert. Am Montag Abend kostete das AMS-Papier 28,05 Franken gegenüber dem Allzeithoch von 58,45 Franken vor sieben Monaten. Aufsummiert ergibt das derzeit gut zwei Milliarden Franken Börsewert für das Unternehmen, das sich allen Gerüchten zum Trotz im Vorjahr weitaus besser entwickelt hat als erwartet.

Aktuell: Nicht mehr Apple, sondern Google ist das Maß aller Dinge

War schon 2014 mit Rekord bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen worden, so endete auch 2015 mit neuen Höchstwerten. Der Umsatz erhöhte sich um  34 Prozent auf 623,1 Millionen Euro bei stabiler Bruttogewinnmarge von 56 Prozent. Das EBIT wurde um 40 Prozent auf 116,1 Millionen Euro verbessert, die operative EBIT-Marge erhöhte sich auf 24 Prozent. Das Nettoergebnis wurde um 52 Prozent auf 148,7 Millionen Euro gesteigert. Der Gewinn im vierten Quartal lag bei 30,6 Millionen Euro und damit über den Erwartungen der Analysten wie auch alle übrigen Kennzahlen.

Gemäß der Dividendenpolitik von AMS, die eine Ausschüttung von 25 Prozent des Jahresnettoergebnisses vorsieht, wird das Management für 2015 eine Dividende in Höhe von  0,51 Euro je ausstehender Aktie vorschlagen. Zuletzt waren 33 Cent je Aktie ausgeschüttet worden.

Die überraschend guten Zahlen kamen bei den Anlegern gut an. Die AMS-Aktie startete am Dienstag in einem schwachen Umfeld mit kräftigen Aufschlägen von fast zehn in den Handel. Das Papier kostete anfangs mehr als 30 Franken.

Die abgelaufene Geschäftsentwicklung verlief sehr erfreulich und war durch starkes Wachstum in der ersten Jahreshälfte und eine positive Performance in einem zunehmend schwierigen Umfeld im zweiten Halbjahr gekennzeichnet. Der Umsatzanstieg  war vor allem auf den Erfolg des Consumer & Communications-Geschäfts   zurückzuführen, das ungefähr 65 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachte. AMS baute seine weltweite Kundenbasis weiter aus, die Entwicklungsaktivitäten für kundenbezogene Projekte erreichten einen neuen Höchststand.

Das steirische Unternehmen sieht sich auf gutem Weg, das erklärte organische Umsatzziel zu erreichen: Bis 2019 sollen die Erlöse auf eine Milliarde Euro wachsen.

Für das erste Quartal 2016 erwartet AMS als Folge einer besonders im Smartphone-Geschäft des Unternehmens abgeschwächten Endmarktnachfrage sowie typischer saisonaler Effekte einen sequentiell niedrigeren Umsatz von 131 bis 138 Millionen Euro. 2015 war das Unternehmen mit einem Quartalsumsatz von 153,3 Millionen Euro gestartet.
 

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