25.02.2016, 14:39  von Edith Humenberger-Lackner, Ingrid Krawarik

Unternehmensanleihen: Risiko wird wieder mehr belohnt

"Die Attraktivität der Risikoaufschläge hat in allen Sektoren zugenommen." / Bild: (c) Colourbox/unknown

Auf der Suche nach Rendite werden Investoren bei ausgewählten Unternehmensanleihen fündig. Selbst Bonds guter Bonität haben wieder vergleichsweise attraktive Konditionen.

Wien. Die Nervosität auf den Märkten hat zuletzt die Risikoaufschläge bei Unternehmensanleihen steigen lassen; bei langläufigen US-Investmentgrade-Bonds (BBB-Rating) betragen diese derzeit 380 Basispunkte. "Das ist schon sehr attraktiv, da stimmt in vielen Sektoren auch das Risiko-Ertrags-Profil", sagt Wolfgang Bauer, Anleihenfondsmanager bei M& G. Gut gefallen ihm unter anderem die Bonds des Telekomriesen Verizon, aber auch bei der Apple-Anleihe vergangene Woche hat er zugeschlagen. Die höchsten Aufschläge zahlen in den USA derzeit die Grundstoffindustrie sowie Energieunternehmen, in Europa sind es Versicherungen, die unter anderem wegen Solvency II unter Druck stehen. Ausfälle im Investmentgrade-Sektor sieht er nicht. "Das ist eher etwas für den Hochzinsanleihenbereich. Bei Investmentgrade-Unternehmen könnte es aber zu Abstufungen beim Rating kommen. Da sind vor allem Bergbau- und Chemiekonzerne anfällig, die kürzen dann so wie zuletzt BHP Billiton die Dividende, um ja nicht abzurutschen, weil sie dann Investoren mehr zahlen müssten", sagt Bauer.

Aufpassen sollten Anleger bei in Euro denominierten Anleihen von US-Unternehmen, sogenannten Reverse Yankees. "Für US-Industrie- und -Energiekonzerne ist der Euroraum wegen der tieferen Zinsen günstiger, allerdings haben viele dieser Bonds 2015 schlecht performt, Investoren haben da teilweise zehn Prozent ihres Kapitals verloren", sagt Bauer. Wer einen steigenden Ölpreis erwarte, sollte sich US-inflationsgeschützte Papiere ins Portfolio holen, da der Ölpreis gleichzeitig auch die Inflation anheize. Auf dem US-Ölsektor ist Bauer aufgrund der strauchelnden kleinen Schieferölproduzenten wenig investiert, da diese meist aus dem High-Yield-Bereich kommen. Er hält Anleihen von Pipeline-Infrastrukturunternehmen.

US-Energiebranche zittert

Nach einer Deloitte-Berechnung steuert fast ein Drittel der US-Ölfirmen auf einen Ausfall zu. Gestern gab JP Morgan bekannt, dass man für potenziell faule Kredite durch den Preisverfall bei Öl und Rohstoffen zusätzlich eine halbe Milliarde US-$ rückstellen muss. Schon Ende 2015 wurden dafür 815 Millionen $ rückgestellt.

Laut Raiffeisen Research sind 20 Prozent des 1600 Milliarden € schweren globalen Marktes an Hochzinsunternehmensanleihen aus dem Energiesektor. "Wir mögen US-High-Yield", sagt Christopher Iggo, Anleihenchef von Axa IM. Die Energiebranche sei davon aber ausgenommen. "80 Prozent des Marktes sind sehr gut bewertet. Die US-Wirtschaft profitiert vom tiefen Ölpreis und die Risken einer Rezession sind sehr gering. Punkto Erholungsszenario bieten Unternehmensschulden bessere Chancen als Aktien", so Iggo.

In Europa würde er vor allem in die 20 Prozent des Marktes mit den höchsten Risikoaufschlägen gehen. Viele Minenunternehmen sind schon ausgebombt. Hier haben ausgewählte Namen, wie die kürzlich abgestufte Anglo American, "viel Upside-Potenzial".


Die Attraktivität der Risikoaufschläge hat in allen Sektoren zugenommen. Wolfgang Bauer M& G Optimal Income Fund

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