08.03.2016, 11:23  von Reuters/ekh

VW: Unangenehme Nachrichten bei „Diesel-Gate“ werden nicht abreißen

VW-Chef Matthias Müller prognostiziert eine langwierige Aufarbeitung des Abgasskandals bei VW. / Bild: (c) APA/AFP/JULIAN STRATENSCHULTE

Nicht nur der VW-Konzern, auch die deutsche Politik rechnet mit einer langwierigen Aufarbeitung des Abgasskandals. Die Staatsanwaltschaft bestätigt diese Einschätzung.

Wolfsburg/Frankfurt. Volkswagen rechnet erst in den nächsten Jahren damit, dass die ganzen Auswirkungen der Abgasmanipulationen deutlich werden. Dazu gehörten auch die finanziellen Konsequenzen, sagte Konzernchef Matthias Müller am Dienstag auf einer Betriebsversammlung von Volkswagen auf dem Wolfsburger Werksgelände. "Wir werden Geduld, Beharrungsvermögen und auch eine gewisse Frustrationstoleranz aufbringen müssen." Müller trat zugleich der Darstellung entgegen, Volkswagen verschleppe die Aufarbeitung der Dieselaffäre oder vertusche. "Wir sind dabei, schonungslos aufzuklären, wer für das Geschehene verantwortlich ist." Eine saubere Aufarbeitung der Affäre sei wichtig für die Zukunft des Konzerns.

Volkswagen hatte im vergangenen Jahr zugegeben, millionenfach Stickoxid-Werte von Dieselautos mit einer illegalen Software manipuliert zu haben. Weltweit sind rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen. Europas größtem Autobauer drohen deshalb hohe Schadensersatzzahlungen und Strafen.

Staatsanwaltschaft weitet Ermittlungen aus

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat ihre Ermittlungen im Diesel-Abgasskandal von Volkswagen ausgeweitet. Die Zahl der Beschuldigten im Ermittlungsverfahren sei auf 17 gestiegen, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe am Dienstag. Es handele sich um VW-Mitarbeiter, ein Vorstandsmitglied befinde sich aber nicht darunter. Bislang hatte die Staatsanwaltschaft sechs Beschuldigte geführt.

Die Staatsanwaltschaft hatte Ende September ein Verfahren wegen der Manipulations-Software in Diesel-Motoren von VW eingeleitet. Weltweit sind elf Millionen Autos von dem Skandal betroffen. Die "Braunschweiger Zeitung" hatte zuerst über die Ausweitung der Ermittlungen berichtet.

Schaden wird kein geringer sein

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil erwartet in diesem Jahr weitere Enthüllungen im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Abgasaffäre bei Volkswagen. "Wir werden wahrscheinlich in diesem Jahr immer wieder einmal mit unangenehmen Nachrichten im Zusammenhang mit Diesel-Gate konfrontiert werden", sagte der SPD-Politiker am Dienstag in Wolfsburg vor Tausenden Mitarbeitern. Der Schaden durch die Manipulation von Abgaswerten werde sicher kein geringer sein, so viel lasse sich heute schon sagen. Aber zum Glück habe Volkswagen eine starke wirtschaftliche Substanz. Weil sprach sich dagegen aus, die Perspektiven von Volkswagen durch einen zu scharfen Sparkurs zu gefährden. Niedersachsen ist zweitgrößter Aktionäre von VW.

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