19.02.2016, 12:43  von Reuters/schu

Europa-Börsen: Aktienanleger machen Kasse – Ölpreis unter Druck

Bild: dpa

Nach zuletzt deutlichen Kursgewinnen haben die Anleger am deutschen Aktienmarkt eine Verschnaufpause eingelegt. Der Dax verlor am Freitag bis zum Mittag 0,6 Prozent auf 9405 Zähler.

Der EuroStoxx50 notierte 0,7 Prozent schwächer. Seit Montag verbuchen beide Indizes damit ein Plus von rund fünf Prozent. Es sollte daher nicht überraschen, wenn erste Anleger Kasse machen, schrieb Gregor Kuhn vom Brokerhaus IG Markets in einem Kommentar.

Die Aktienbörsen bewegten sich zuletzt im Gleichschritt mit den Ölpreisen . Weil sich Rohöl auf Wochensicht zeitweise um mehr als sieben Prozent verteuerte, zogen auch Dax & Co an. Die Sorgen vieler Investoren, dass vor allem den US-Förderfirmen eine Pleitewelle drohen könnte, wurden wieder etwas kleiner.

Getrieben wurde der Ölpreis in den vergangenen Tagen von Spekulationen auf eine mögliche Deckelung der Produktion in den großen Förderländern. Doch die anfängliche Bereitschaft innerhalb der Ölkartells Opec bröckelte zum Wochenschluss: Der Außenminister Saudi-Arabiens, Adel al-Dschubeir, erklärte laut einem Medienbericht, sein Land sei nicht bereit, die Förderung zu drosseln. Auch aus den USA ist ein Ende der Ölschwemme nicht in Sicht: Dem US-Energieministerium zufolge stiegen die Rohöl-Reserven in der vergangenen Woche auf ein Rekordhoch.

Weil das Angebot die Nachfrage übersteigt, ist der Ölpreis in den vergangenen eineinhalb Jahren um etwa 70 Prozent eingebrochen. Am Freitag kosteten die Nordsee-Sorte Brent und das US-Öl WTI mit 33,73 Dollar und 30,21 Dollar je Fass gut 1,6 Prozent weniger.

Plant die US-Notenbank weitere Zinsschritte?

Im Fokus standen neben dem Ölpreis auch wichtige US-Daten, darunter die Verbraucherpreise und das Barometer für die Konsumlaune. Von diesen Zahlen erhoffen sich die Investoren Hinweise auf die weitere Geldpolitik der Notenbank Fed. Bleibt die Inflation niedrig, sinkt die Wahrscheinlichkeit schneller Zinserhöhungen. Commerzbank-Analystin Esther Reichelt geht davon aus, dass die Preisentwicklung verhalten bleibt. Damit dürfte der Devisenmarkt weiter vergeblich auf Signale warten, die ihn dazu bringen könnten, für dieses Jahr doch noch auf eine weitere Zinserhöhung in den USA zu setzen, prognostizierte die Expertin. Der Euro notierte im Vorfeld der Daten knapp unter der Marke von 1,11 Dollar.

Kleiner Verfall im Fokus

Am Aktienmarkt richteten die Investoren ihren Augenmerk auf den kleinen Verfall von Optionen auf Aktien und Indizes. Zu diesem Termin schwanken die Aktienkurse üblicherweise stark, weil Investoren die Preise derjenigen Wertpapiere, auf die sie Derivate halten, in eine für sie günstige Richtung bewegen wollen. Das Nachsehen hatten zum Wochenschluss vor allem die Autowerte. Volkswagen verbilligten sich um drei Prozent, nachdem das "Manager Magazin" berichtet hatte, der Autobauer rechne bei den Verhandlungen mit den US-Behörden wegen des Abgasskandals nicht vor Ende März mit einer Einigung. Die Kosten der zu erwartenden Rückrufe, Rückkäufe und Kompensationsmaßnahmen sollen demnach deutlich höher liegen als ursprünglich gedacht. VW lehnte eine Stellungnahme dazu ab.

Daimler erwischte ebenfalls keinen guten Tag: Eine US-Sammelklage wegen angeblich überhöhter Abgaswerte drückte die Aktien 2,4 Prozent ins Minus. Daimler wies die Anschuldigung zurück.

Für Unmut sorgten zudem die Aktien der Allianz. die zeitweise vier Prozent nachgaben. Das operative Ergebnis stieg 2015 zwar um drei Prozent auf 10,7 Milliarden Euro. Damit blieb der Konzern jedoch hinter seinem selbst gesteckten Maximalziel von bis zu 10,8 Milliarden Euro zurück. Die Dividende soll auf 7,30 von 6,85 Euro je Aktie steigen - viele Analysten hatten im Mittel mit 7,40 Euro gerechnet.

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