18.03.2016, 18:16

Ruhiger Handel trotz "Hexensabbat" - Europas Leitbörsen mehrheitlich im Plus

Börse Frankfurt / Bild: (c) dpa/Marius Becker (Marius Becker)

Nicht einmal der heutige Verfallstag der Terminmärkte konnte heute die Händler aus der Ruhe bringen.

Die europäischen Leitbörsen sind mehrheitlich mit höheren Notierungen ins Wochenende gegangen. Der Euro-Stoxx-50 stieg am Freitag um 0,55 Prozent auf 3.059,77 Einheiten.

Der heutige "Hexensabbat" verlief weitgehend ruhig, kommentierten Händler das Geschäft. Zu dem großen Verfallstag an den Terminmärkten laufen Terminkontrakte auf Aktien und Indizes aus, was die Kurse deutlich schwanken lassen kann. Etwas Unterstützung kam von einem freundlichen Frühhandel an der Wall Street sowie von wieder steigenden Ölpreisen, die gestützt von einem schwachen US-Dollar im Tagesverlauf auf den höchsten Stand seit Jahresbeginn klettern konnten. Zuletzt kam der Brent-Ölpreis jedoch wieder etwas zurück und notierte bei 41,41 Dollar und damit minimal im Minus.

Daneben hatten die Anleger weiterhin die Entscheidungen der US-Notenbank Fed vom Mittwoch zu verdauen, hieß es von Analysten. Die Währungshüter hatten zur Wochenmitte signalisiert, dass sie heuer anstatt vier nur zwei Zinserhöhungen vornehmen will.

Kühler Wind von der Konjunktur

Neue Konjunkturdaten erhielten zum Wochenschluss nur wenig Aufmerksamkeit. Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Februar so stark gesunken wie seit sechs Jahren nicht mehr. Indessen ist das Michigan Sentiment, ein wichtiger US-Verbrauchervertrauensindex, im März überraschend zurückgegangen.

Wichtige Unternehmensnachrichten blieben dünn gesät. Gesucht waren unter anderem Aktien aus Der Luftfahrt- und Rüstungsbranche. Airbus zogen bis Handelsschluss um 1,80 Prozent an und Safran setzten sich mit plus 3,59 Prozent an die Spitze im Euro-Stoxx-50.

Nach Vorlage von Zahlen rutschten dagegen Generali-Aktien um 1,66 Prozent ab und rangieren damit unter den größten Kursverlierern im Euro-Stoxx-50. 2015 hat der Versicherungskonzern seinen Gewinn um 21,6 Prozent zum Vorjahr auf 2,03 Mrd. Euro gesteigert. Das ist das beste Ergebnis der vergangenen acht Jahre. Der Gewinn fiel jedoch nicht so hoch aus wie von Analysten erwartet, hieß es aus dem Handel.

Telecom Italia in den roten Zahlen

Daneben fielen die Aktien der Telecom Italia um 0,30 Prozent. 2015 hat der Konzern unterm Strich doch einen Verlust erlitten. Das Minus lag bei 72 Mo. Euro, die vorläufige Berechnung von Mitte Februar hatte noch ein Plus von 150 Mio. Euro ergeben. Börsianer zeigten sich von den Ergebnissen aber wenig beeindruckt und sprachen von Einmaleffekten, die den Konzern überraschend ins Minus gedrückt hätten.

In Zürich zogen indessen die Aktien von Richemont um 1,49 Prozent an. Bei dem Schweizer Luxusgüterkonzern gibt es Veränderungen auf der Chefetage. Der frühere Cartier-Chef Bernard Fornas tritt Ende des Monats von seinem Amt als Co-Chef zurück.

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