-0,33%
DONNERSTAG, 20. JUNI 2013 09:47
09.11.2012, 08:46
Chicago (Illinois). Groupon fällt es immer schwerer, neue Kunden für seine Schnäppchen-Angebote zu begeistern. Das einst steile Wachstum der Internetfirma ist im dritten Quartal weiter abgeflaut. Während die Amerikaner und Kanadier noch zuschlugen, stagnierte das internationale Geschäft beinahe. Gründer und Firmenchef Andrew Mason verwies am Donnerstag auf "anhaltende Herausforderungen in Europa".
Nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen brach die Aktie nachbörslich um 15 Prozent auf 3,33 Dollar (2,6 Euro) ein. Das ist ein neuer Tiefstand. Beim Börsengang vor einem Jahr hatte das Papier noch 20 Dollar gekostet. Groupon galt sogar als Wegbereiter für das Soziale Netzwerk Facebook an den Kapitalmarkt. Auch Facebooks Aktie steht im Keller, wenngleich der Absturz weniger dramatisch als bei Groupon ausfiel.
Gewerbetreibende können bei Groupon Rabattcoupons anbieten. Der Deal kommt zustande, wenn eine bestimmte Anzahl von Interessenten zuschlägt. Das Unternehmen erhält dann einen Teil der Einnahmen. Ende September hatte Groupon 39,5 Millionen aktive Kunden.
Das Wachstum hat ein Ende
Was die Anleger verstimmte, war das abflauende Wachstum: Im dritten Quartal setzte Groupon 569 Mio. Dollar (446,8 Mio. Euro) um - das war ein Plus von 32 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Im zweiten Quartal hatte Groupon dagegen noch um 45 Prozent zulegen können und im ersten Quartal sogar um 89 Prozent. Dabei versucht das Unternehmen fieberhaft, das Geschäft über die Rabattcoupons hinaus auszuweiten.
Immerhin konnte Groupon seinen Quartalsverlust auf 3 Mio. Dollar eindämmen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Minus von 54 Mio. Dollar aufgelaufen war. Groupon steckt viel Geld ins Gewinnen von Unternehmen wie Restaurants oder Dienstleistern für die Rabattangebot und das Verwalten der Schnäppchen.
Von Anfang an schwierig
Schon seit einiger Zeit hegen die Anleger Zweifel daran, dass das Geschäftsmodell überhaupt auf Dauer funktionieren kann. Einige Konkurrenten haben bereits die Segel gestrichen. Amazon schrieb jüngst fast seine gesamte Investition in den Groupon-Rivalen LivingSocial ab.
Groupon hatte von Anfang an einen schweren Stand an der Börse. Das Schnäppchenportal verspielte viel Vertrauen durch schlampige oder allzu kreative Buchführung. Auf Druck der Börsenaufsicht SEC musste Groupon seine Geschäftszahlen mehrfach korrigieren.
(APA/dpa)
Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen
19.06.2013, 22:43
19.06.2013, 21:34
19.06.2013, 06:51
Die lockere Geldpolitik in der Eurozone könnte dazu führen, die Schuldenprobleme einiger Länder und Banken zu übertünchen, heisst es in der Hedgefonds-Branche.
Der Branchendienst TechCrunch berichtete, Facebook könne ein Videoangebot für seinen Fotodienst Instagram vorstellen. Wer weiss, was am Donnerstag präsentiert wird.
Netzwerk. "Star Alliance" gibt es in der Luftfahrt schon seit Jahren - die Schifffahrtbranche kopiert das Prinzip der Kooperation jetzt.
Konzern. US-Investor Daniel Loeb erhöhte den Anteil an Sony von 6,5 auf 6,9 Prozent und verlangt einen Sitz im Verwaltungsrat.
Telekombranche. Recht konkrete Gerüchte über ein Übernahmeangebot von AT&T für Telefonica mündeten sofort in einem Dementi. Fakt ist: Die Amerikaner sind in Europa auf Brautschau.



Kommentare
0 Kommentare