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03.01.2013, 18:07
Frankfurt. Mit Einnahmen von 5,6 Milliarden Dollar und einem Marktanteil von 7,5 Prozent behauptete JPMorgan im abgelaufenen Jahr die Spitzenposition im Investmentbanking, das die Emission von Anleihen, die Bündelung von Krediten, Kapitalerhöhungen, Börsengänge und die Beratung bei Übernahmen und Fusionen umfasst. JPMorgan kam vor allem seine unangefochtene Stellung an den Anleihe- und Kreditmärkten zugute. Wie aus Daten des Informationskonzerns Thomson Reuters hervorgeht, schrumpften die Erlöse branchenweit um 3,4 Prozent auf 74,8 Milliarden Dollar.
Die Bank of America Merrill Lynch behauptete mit 4,9 Milliarden Dollar zwar Platz zwei, ihr Marktanteil ging aber auf 6,5 von 6,7 Prozent zurück. Goldman Sachs, die Nummer eins in der Fusionsberatung, zog an Morgan Stanley vorbei. Die Deutsche Bank behauptete Platz sieben mit Einnahmen von 3,4 Milliarden Dollar und kommt damit auf 4,5 (4,3) Prozent Marktanteil.
Dabei war in den USA im vergangenen Jahr deutlich mehr zu verdienen als in Europa: Auf dem alten Kontinent gingen die Erlöse der Banken im Kapitalmarktgeschäft um 17 Prozent auf den tiefsten Stand seit acht Jahren zurück. In Amerika lagen sie dagegen um 17 Prozent und in Japan um 18 Prozent über Vorjahr. Bei Kapitalerhöhungen und Börsengängen war 2012 gemessen an den Einnahmen der Banken das schwächste Jahr weltweit seit 2003.
Im Zuge der Übernahme des Sportwagengeschäfts durch VW war die Porsche Automobil Holding der drittbeste Kunde der Investmentbanken aus der Industrie: Sie drückte allein 180 Millionen Dollar an Gebühren ab. Mit 396 Millionen Dollar zahlte der Finanzinvestor Carlyle am meisten.
(Reuters)
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