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05.01.2013, 15:11
New York. Von der berüchtigten Fiskalklippe ist die Wall Street fürs Erste erlöst. Die vorläufige Einigung im quälend langen US-Haushaltsstreit hat den US-Börsen einen Euphorieschub zum Jahresstart gebracht, hinter ihnen liegt die stärkste Handelswoche seit mehr als einem Jahr. Bis es in etwa zwei Monaten zu einer neuen politischen Schlacht um die Senkung der Staatsausgaben kommen dürfte, können sich die Aktienmärkte ihrem Alltagsgeschäft widmen: dem Verarbeiten von Firmenresultaten. In den kommenden Wochen stehen die Zahlen zum Schlussquartal 2012 an.
Den Auftakt zur Berichtssaison macht traditionell der Aluminiumkonzern Alcoa, der am Dienstag nach US-Handelsschluss Einblick in seine Bücher gibt. Über alle Branchen hinweg sind die Erwartungen gedämpft. Die Analysten haben ihre Prognosen seit Oktober deutlich zurückgenommen. Demnach dürften die Ergebnisse nur geringfügig besser ausfallen als im eher glanzlosen dritten Quartal. Sorgen bereiten den Konzernchefs insbesondere die trüben Konjunkturaussichten insbesondere im krisengeplagten Europa. "Wir haben eine Rezession in Europa als Grundannahme", sagt Aktienstratege Adam Parker von Morgan Stanley. "Europa ist immer noch der größte Handelspartner zahlreicher US-Unternehmen und steht noch für einen großen Teil der weltweiten Investitionen."
Manche Analysten sehen aber auch gute Chancen auf positive Überraschungen, weil sich Unternehmen mitunter übertrieben vorsichtig gegeben hätten. Der Gründer der Investmentgesellschaft T3 Equity Labs, Mike Jackson, etwa geht davon aus, dass dies unter anderem bei Energie- und Industriewerten der Fall sein könnte. Hoffnungsfroh stimmte die Anleger am Freitag bereits Eli Lilly. Der Pharmakonzern stellte ein Gewinnplus für das laufende Jahr in Aussicht, das über den Markterwartungen liegt.
(Reuters)
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