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20.01.2013, 18:22 von Alexandra Brugger
Laufstegschauen, Messen und jede Menge Partys: Nach knapp einer Woche Modezirkus ist in Berlin die Fashion Week gestern zu Ende gegangen. Und obwohl sich die Modemesse in der deutschen Bundeshauptstadt noch nicht mit den berühmten und glamourösen Pendants in New York, London, Paris oder Mailand vergleichen lässt, tut Berlin alles, um sein Image als Aschenputtel der Modeszene abzulegen.
Und die Zahlen sprechen für den Erfolg. Mehr als zwei Milliarden € Umsatz machte der Tross bereits im Jahr 2010. Die Zahl der Jobs in diesem Bereich ist innerhalb von zwei Jahren um fast ein Viertel gestiegen, und rund 560 Marken präsentierten in der vergangenen Woche dort ihre Herbst-/Winter-Kollektionen.
Rubel rollt, nur langsamer
Auch in Zukunft dürfte der Erfolg der Berliner Fashion Week nichts im Wege steht. Bereits seit Jahren rollt in der Luxusbranche trotz wirtschaftlich schwächerer Zeiten der Rubel. Auch 2012 soll laut Bain & Company das Gesamtjahreswachstum der Branche erneut ein zweistelliges Wachstum von zehn Prozent erreicht haben und somit für einen gesamten Luxusgüterumsatz von etwa 212 Milliarden € sorgen.
Dennoch dürfte sich der Boom in der Luxusbranche in den kommenden Jahren verlangsamen. Die Reichen sind zwar noch immer reich, aber die anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten schlägt mittlerweile auch der betuchten Kundschaft auf den Magen.
Das Geld sitzt nicht mehr so locker wie in den Jahren davor. Von einer Krise ist trotz alledem keine Rede. Lediglich die Intensität des Wachstums innerhalb der Branche wird bis zur Mitte des Jahrzehnts abnehmen. So rechnen die Experten von Bain & Company in den Jahren von 2013 bis 2015 mit einem jährlichen Wachstum von vier bis sechs Prozent oder einem globalen Umsatzvolumen von 240 bis 250 Milliarden €.
Luxus fürs Depot
Bei den Anlegern ist Luxus aber nach wie vor gefragt. Allein in den letzten drei Jahren konnten die Luxusunternehmen an der Börse einen Gesamtertrag von knapp 150 Prozent erwirtschaften. Im Gegensatz dazu erzielte der Eurostoxx 50 eine Rendite von lediglich neun Prozent.
Aber auch die Kursentwicklung bei den Einzelwerten lässt sich durchaus zeigen. Mit Ausnahme von Burberry, Ralph Lauren und Hermès zeigte die Kursnadel bei allen anderen Luxustiteln im letzten Jahr steil nach oben. Im Aktiencheck setzten sich mit PPR, Dior und LVMH die Franzosen durch.
Innerhalb der Branche sind insbesondere PPR und Dior mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 15,38 und 12,06 als durchaus günstig einzustufen. Zudem auch sich die Kurs-Buchwerte der Top Drei vielversprechend.
Aber auch Hugo Boss, ein Unternehmen, das von Anfang an ein fester Bestandteil der Berliner Fashion Week war, erweist sich als interessant. Der deutsche Modekonzern konnte laut Aussage von CEO Claus-Dietrich Lahrs gegenüber dem „Focus" im letzten Quartal 2012 erneut Bestwerte bei Umsatz und Betriebsergebnis einfahren.
Dem sei Dank dürfen Aktionäre für das Geschäftsjahr 2012 auf einen erneuten Anstieg der Dividende hoffen.
Die Analysten der Deutsche Bank, Credit Suisse und Nomura bestätigen zudem unseren Top-Picks. Alle drei sehen für das kommende Jahr bei PPR, Hugo Boss und LVMH am meisten Potenzial.
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