09.03.2016, 07:14  von Manfred Haider

Anlagetipp: Folgen Sie den Jobs

Brasilien und Frankreich sind die einzigen Länder mit negativen Jobaussichten / Bild: (c) APA/HANS KLAUS TECHT (HANS KLAUS TECHT)

Wo Jobs wachsen, wachsen auch die Wirtschaft und die Aktienkurse. In Brasilien sind die Berufsaussichten am geringsten, in Indien laut Umfrage am besten. Für Anleger gibt es derzeit Chancen bei den Aktien der Personalvermittler.

WIEN. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, Brasilien stehe vor einem Wirtschaftsboom. Der brasilianische Leitindex Bovespa ist seit Jahresbeginn nämlich um knapp 14 Prozent gestiegen.

Tatsächlich liegt das primär am Comeback der Rohstoffpreise, das auch die ebenfalls sehr rohstofflastige Moskauer Börse beflügelt hat. Zuvor sind Bovespa sowie die Landeswährung Real massiv eingebrochen. Zuletzt haben die Ratingagenturen die Bonität der siebentgrößten Volkswirtschaft der Welt sogar auf Ramschniveau gestuft. Brasiliens droht die längste Rezession seit 1930/31.

Gastronomie baut ab

Abzulesen ist das auch am globalen Beschäftigungsausblick des Personaldienstleisters Manpower für das zweite Quartal 2016. Demnach ist Brasilien neben Frankreich das einzige Land mit einem negativen Ausblick. Weltweit werden dazu in 42 Ländern quartalsweise mehr als 58.000 Interviews mit Arbeitgebern geführt. Auch in Österreich wurde 750 Personalverantwortlichen die Frage gestellt, ob sie erwarten, dass im zweiten Quartal 2016 die Zahl ihrer Mitarbeiter im Vergleich zum ersten Quartal 2016 eher steigen, abnehmen oder gleich bleiben wird. Dabei geht es nicht nur um Zeitarbeitsmitarbeiter, sondern um die Zahl der Mitarbeiter generell.

Hierzulande rechnen fünf Prozent mit einem Personalabbau, acht Prozent wollen Mitarbeiter einstellen, 86 Prozent planen keine Veränderung. Die Differenz zwischen positiver und negativer Erwartung ergibt einen Nettobeschäftigungsausblick von plus drei Prozent bzw. saisonal bereinigt ein Prozent (s. Grafik rechts).

Im Sektorvergleich gibt es in Österreich die besten Jobchancen bei den Energieversorgern (plus zehn Prozent netto), die schlechtesten in der Gastronomie (minus zehn Prozent). Fraglich ist, ob der Pessimismus mit der Registrierkassenpflicht in Zusammenhang steht, weshalb etliche Gastronomen Konsequenzen bis hin zur Lokalschließung prophezeit hatten. Die Motive für die eingetrübten Jobaussichten in der Branche hat Manpower nämlich nicht abgefragt.

In Brasilien hat sich der Nettoausblick gegenüber dem zweiten Quartal 2015 um acht Prozentpunkte auf minus zehn Prozent verschlechtert. Größter Absteiger im Vorjahresvergleich war aber Taiwan, wo es ein Minus von 25 Prozentpunkten auf (immer noch gute) 20 Prozent gab. Taiwans Leitindex hat sich mit einem Plus von vier Prozent seit Jahresbeginn aber auch nicht wirklich schlecht geschlagen.

3,5 Prozent Dividende

Indiens Leitindex Sensex ist seit Jahresbeginn zwar um vier Prozent gesunken, laut Manpower-Umfrage sind dort die Jobaussichten für die Bevölkerung aber neuerlich am besten. Freilich gehen Jobaussichten, Wirtschaftswachstum und Aktienmarkt nicht immer Hand in Hand. Vor allem in Zeiten der weltweit expansiven Geldpolitik führen schwache Arbeitsmarktdaten oft sogar dazu, dass die Notenbanken die Zügel noch stärker schleifen lassen, was die Aktienkurse beflügelt.

Für Anleger lohnt auch der Blick auf die Aktien der Personaldienstleister. Heute berichtet Adecco über das vierte Quartal. Dem weltweiten Branchenprimus aus der Schweiz ist es in den vergangenen fünf Jahren nicht gelungen, die Konkurrenten Randstad (Niederlande) und Manpower (USA) punkto Wachstum zu schlagen. Adecco hat seit rund 100 Tagen aber eine neue Konzernspitze.

Manpower konnte im vierten Quartal den Gewinn je Aktie von 1,47 auf 1,66 US-$ steigern. Der global aktive US-Konzern litt aber ebenso wie die Schweizer unter ihrer (jeweiligen) starken Berichtswährung. Randstad hat zuletzt eine Dividendenerhöhung um 30 Prozent auf 1,68 € je Aktie angekündigt. Das ergibt eine Dividendenrendite von mehr als 3,5 Prozent. Ex-Dividenden-Tag ist der 4. April. Zahltag der 7. April.

("Wirtschaftsblatt", Print-Ausgabe, 09.03.2016)

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