22.12.2012, 12:31

Etatstreit lässt die Wall Street zittern

Bild: EPA (JUSTIN LANE)

Marktvorschau. Der US-Haushaltsstreit hängt in der Weihnachtswoche wie ein Damoklesschwert über der Wall Street.

New York. Angesichts der Gefahr eines Scheiterns der Verhandlungen könnte die gewöhnlich ruhige Börsenzeit zwischen den Jahren für Händler wie auch Politiker zur Hölle werden. Das Debakel des republikanischen Verhandlungsführers John Boehner am Donnerstag im Repräsentantenhaus, als die eigene Partei seinen Vorschlag nach Steuererhöhungen für Einkommensmillionäre durchfallen ließ, sorgte bereits zum Wochenende für neue Unruhe.

Die aus Hoffnung auf eine Einigung zuletzt kräftig gestiegenen Kurse gaben am Freitag deutlich nach. Trotzdem wollten Börsianer ihre Zuversicht nicht völlig aufgeben. "Im Grunde genommen glauben die Märkte daran, dass irgendetwas unternommen wird", sagte Marktstratege Sandy Lincoln vom Vermögensverwalter BMO Asset Management.

Ohne Einigung zwischen den Demokraten von Präsident Barack Obama und den Republikanern bis zum Jahreswechsel drohen den USA automatische Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen im Volumen von 600 Milliarden Dollar. Über diese "Fiskalklippe" könnte die weltgrößte Volkswirtschaft zurück in die Rezession stürzen. Die Zeit, dies zu verhindern, wird immer knapper.

Am Heiligabend ist die Wall Street lediglich einen halben Tag geöffnet. Der Kongress hat bereits erklärt, am Montag nicht zusammenzukommen. Am Dienstag, dem eigentlichen Weihnachtstag in den USA, findet kein Handel statt. Am Mittwoch startet das Börsengeschäft wieder, frühestens dann wird auch mit neuen Verhandlungen in Washington gerechnet. An der Wall Street sind die Umsätze kurz vor dem Jahreswechsel meist gering, da viele Börsianer in dieser Zeit in den Urlaub entschwinden. Dadurch steigt die Möglichkeit extremer Marktschwankungen. "Viele haben bereits einen Fuß aus der Tür gesetzt und mit marktbewegenden Neuigkeiten steigt dann die Wahrscheinlichkeit hoher Volatilität", sagte Analyst Joe Bell vom Berater Schaeffer's Investment Research.

Fünf Handelstage vor Schluss könnte die Wall Street eigentlich ein gutes Resümee ziehen: Im bisherigen Börsenjahr legte der Dow-Jones-Index der Standardwerte acht Prozent zu, der breiter gefasste S&P-500-Index 13,7 Prozent und der Index der Technologiebörse Nasdaq sogar 16 Prozent. Die vergangene Woche beendeten die führenden Indizes trotz der Etatstreitsorgen und der kräftigen Abschläge von rund einem Prozent am Freitag immer noch mit einem Plus. Der Dow verbuchte ein Wochenplus von 0,4 Prozent auf 13.190 Punkten, der S&P einen Aufschlag von 1,2 Prozent auf 1430 Stellen und die Nasdaq einen Zuwachs von 1,7 Prozent auf 3021 Zähler.

Konjunkturdaten, die daneben für Impulse sorgen könnten, hat die kommende Woche wenige zu bieten. Am Mittwoch wird der Case-Shiller-Index für Immobilienpreise veröffentlicht. Experten erwarten, dass er den neunten Monat in Folge ein Plus aufweist. Am Donnerstag folgen dann die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Neuigkeiten vom kriselnden Arbeitsmarkt liefern könnten. Im Wochenvergleich dürfte sich aber kaum etwas verändert haben.

 

(Reuters)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

21.05.2015, 22:23

Wall Street schließt höher

20.05.2015, 22:48

Wall Street kann Allzeithoch nicht ins Ziel retten

19.05.2015, 23:13

US-Börsen legen nach Rekordjagd Verschnaufpause ein

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    18.05.2015, 22:32

    Neue Rekordhochs an der Wall Street

    Der Dow Jones stieg am Montag erstmals über die Marke von 18.300 Punkten. Auch der S&P-500 markierte ein neues Allzeithoch.

    14.05.2015, 22:49

    Jobdaten und Dollar-Rückgang beflügeln Wall Street

    Gute Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Donnerstag beflügelt. Bei den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe gingen mit 264.00 weniger ein als erwartet. Auch der Rückgang des Dollar zum Euro kam der Wall Street zugute.

    13.05.2015, 23:33

    US-Börsen bewegen kaum vom Fleck

    Die US-Börsen haben sich zur Wochenmitte kaum vom Fleck bewegt.

    12.05.2015, 22:58

    Furcht vor Griechenland-Pleite belastet US-Börsen

    Wie in Europa vermieste die Unsicherheit um Griechenland, das Comeback der Renditen bei Staatsanleihen und die dadurch steigenden Kreditkosten auch an der Wall Street die Stimmung.

    11.05.2015, 22:45

    Griechenland und Ölpreis drücken US-Börsen

    Eine mögliche Pleite Griechenlands und das schwächelnde Wachstum in China haben zum Wochenauftakt den Handel an der Wall Street geprägt.

    Aktiensuche


    Weltbörsen

    DAX
    Mehr

    Börse Frankfurt

    Borsenkurse

    Top 5

    DT.T PO AG N.29,150,52%chart

    DAIMLER AG N.90,020,46%chart

    DT.T L.FANA .13,360,32%chart

    LINDE AG INH.177,000,31%chart

    VOLKSWAGEN A.230,610,28%chart

    Flop 5

    ADIDAS AG NA.75,07-0,24%chart

    E.ON SE NAME.14,02-0,23%chart

    ALLIANZ SE V.151,75-0,21%chart

    BASF SE NAME.87,81-0,15%chart

    THYSSENKRUPP.24,90-0,14%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    BILFINGER SE.41,521,40%chart

    AURUBIS AG I.57,681,08%chart

    GEA GROUP AG.44,621,08%chart

    RHEINMETALL .50,000,90%chart

    DUERR AG INH.92,620,87%chart

    Flop 5

    BERTRANDT AG.122,85-3,76%chart

    RTL GROUP S..82,22-1,53%chart

    DT.T WONTN A.22,92-1,45%chart

    LEG IMMOBILI.69,49-1,19%chart

    DMG MORI SEI.32,48-1,18%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    STABILUS S.A.37,815,34%chart

    DO DT.T OFFI.4,302,94%chart

    PATRIZIA IMM.17,992,01%chart

    BORUSSIA DOR.3,721,39%chart

    AMADEUS FIRE.83,301,33%chart

    Flop 5

    SAF HOLLAND .14,51-2,13%chart

    SURTECO SE I.24,97-2,10%chart

    ZEAL NETWORK.48,95-1,57%chart

    GRAMMER AG I.35,59-1,51%chart

    SIXT SE INHA.42,37-1,25%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    QSC AG NAMEN.2,293,80%chart

    STRATEC BIOM.48,353,25%chart

    JENOPTIK AG .11,652,18%chart

    MANZ AG INHA.89,461,94%chart

    EVOTEC AG IN.4,061,50%chart

    Flop 5

    PFEIFFER VAC.86,02-3,49%chart

    CANCOM SE IN.34,88-2,23%chart

    UNITED INTER.43,00-1,56%chart

    QIAGEN N.V. .22,50-1,28%chart

    SOFTWARE AG .26,99-1,01%chart

    Mehr

    Börsenkurse

    Borsenkurse

    Top 5

    VIENNA INSUR.36,310,96%chart

    UNIQA INSURA.9,460,64%chart

    IMMOFINANZ AG2,590,62%chart

    RHI AG25,750,47%chart

    WIENERBERGER.15,000,13%chart

    Flop 5

    OMV AG27,50-1,08%chart

    FLUGHAFEN WI.81,00-0,98%chart

    ANDRITZ AG56,25-0,88%chart

    CONWERT IMMO.12,30-0,40%chart

    VERBUND AG15,02-0,40%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    VALNEVA SE4,357,51%chart

    FACC AG6,753,05%chart

    AMAG AUSTRIA.32,492,80%chart

    DO & CO AG73,001,43%chart

    VIENNA INSUR.36,310,96%chart

    Flop 5

    AT&S AUSTRIA.15,20-3,43%chart

    OMV AG27,50-1,08%chart

    FLUGHAFEN WI.81,00-0,98%chart

    ANDRITZ AG56,25-0,88%chart

    STRABAG SE21,82-0,82%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    DT.T PO AG N.29,150,52%chart

    DAIMLER AG N.90,020,46%chart

    DT.T L.FANA .13,360,32%chart

    LINDE AG INH.177,000,31%chart

    VOLKSWAGEN A.230,610,28%chart

    Flop 5

    ADIDAS AG NA.75,07-0,24%chart

    E.ON SE NAME.14,02-0,23%chart

    ALLIANZ SE V.151,75-0,21%chart

    BASF SE NAME.87,81-0,15%chart

    THYSSENKRUPP.24,90-0,14%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    GOLDMAN SACH.207,801,39%chart

    APPLE Inc132,540,88%chart

    AMERICAN EXP.81,250,61%chart

    VISA Inc69,620,36%chart

    HOME DEPOT I.112,160,13%chart

    Flop 5

    BOEING COMPA.144,81-1,72%chart

    MERCK & CO. .59,38-1,20%chart

    MICROSOFT CO.46,90-1,10%chart

    JOHNSON & JO.101,35-1,04%chart

    EXXON MOBIL .86,52-0,79%chart

    Mehr

    Weltwährungen

    USD
    Mehr

    Umfrage

    • Bulle oder Bär - wer gibt in der Woche von 1.6.2015 bis 5.6.2015 das Tempo vor? Wird der ATX ...
    • ... mehr als 2 Prozent zulegen?
    • ... zwischen 0,5 und 2 Prozent zulegen?
    • ... das Niveau halten? Also zwischen + 0,5 und - 0,5 Prozent zu liegen kommen.
    • ... zwischen 0,5 und 2 Prozent verlieren?
    • ... mehr als 2 Prozent verlieren?