24.02.2013, 15:59  von Martin Fellhuber

Nächste „Deadline“ für US-Budget am Freitag

Bild: WB

Marktausblick. Häufige Stimmungsschwankungen sind derzeit an der Wall Street an der Tagesordnung. Aktuell geht die Angst vor automatischen Budgeteinsparungen um.

Alleine der Gedanke, die US-Notenbank könnte ihr Anleihenkauf-Programm etwas zurückfahren, sorgte in der Vorwoche für Verunsicherung an den Aktienmärkten.
Am Freitag war aber all dies wieder vergessen: Die Zahlen von AIG waren deutlich besser als erwartet und auch mit Hewlett Packard hatten die Analysten ihre Freude. Zwar sind Umsatz und Ergebnis neuerlich zurück gegangen, aber nicht so stark wie befürchtet. Zusätzlich fiel der Ausblick überraschend positiv aus. Der Dow Jones Index schaffte es wieder über die Schwelle von 14.000 Punkten.

Allerdings kann man in dieser Woche mit einem neuerlichen Stimmungswechsel rechnen. Schließlich treten mit 1. März automatische Budgeteinsparungen über 85 Milliarden $ in Kraft, einigen sich Demokraten und Republikaner nicht auf ein US-Budget. Tausende Arbeitsplätze müssten abgebaut bzw. Mitarbeiter der Bundesbehörden auf unbezahlten Urlaub geschickt werden. Allerdings müssen nicht alle Sparmaßnahmen am 1. März umgesetzt werden, sodass noch ein wenig Spielraum bleibt.

Konjunktur-Termine

Daher werden wohl auch die anstehenden Konjunktur-Termine Beachtung finden. Morgen, Dienstag, wird es spannend: Da steht die Anhörung von Notenbank-Chef Ben Bernanke vor dem Bankenausschuss des US-Senats am Programm. Es geht dabei um den halbjährlichen Bericht zur Geldpolitik. Anleger erhoffen sich Informationen bzw. Andeutungen zum weiteren Vorgehen der Fed.

Weiters gibt es Daten zu den Neubauverkäufen im Jänner. Bernanke ist ja bemüht, dem Immobiliensektor auf die Beine zu helfen. Entwickelt sich dieser überraschend gut, könnte die Fed ihr Stützungsprogramm zurückfahren. Weiters wird das Verbrauchervertrauen für Februar veröffentlicht. Volkswirte rechnen mit einem Anstieg von 58,6 auf 61,2 Zähler.

Am Mittwoch steht Bernanke vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des US-Repräsentantenhauses. Es ist allerdings kaum zu erwarten, dass Bernanke hier etwas anderes berichten wird.

Bessere Arbeitsmarktdaten erwartet

Die Arbeitsmarktdaten, die immer am Donnerstag präsentiert werden, sollten etwas besser als zuletzt ausfallen. Beim privaten Konsum und dem BIP im vierten Quartal erwarten Volkswirte eine leichte Steigerung. Am Freitag gibt es den von der University of Michigan ermittelten Index zum Verbrauchervertrauen, der stabil bleiben sollte. Bei den Kfz-Absatzzahlen wird hingegen mit einem leichten Rückgang gerechnet.

Diese Woche legen mehrere Versorger ihre Zwischenberichte vor, wobei AES und NRG Energy laut Analysten auf Sicht von zwölf Monaten die höchsten Kurspotenziale haben. Unter den Einzelhändlern, die diese Woche Zahlen legen, stechen Ltd. Brands, The Gap sowie Macy's mit relativ hohen Kurspotenzialen hervor.
Aber auch mit dem Getränkehersteller Monster Beverage sollten Aktionäre gut fahren.

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