-0,36%
21.12.2012, 07:15 von Ingrid Krawarik
Alle Jahre wieder kommt das Christuskind, heißt es in einem der bekanntesten Weihnachtslieder, dessen Text aus dem Jahr 1837 stammt. Noch viel älter ist die Geschichte der Heiligen Drei Könige - die Legende fruchtet im 3. Jahrhundert -, die jenes Kind mit Gold, Weihrauch und Myrrhe aus dem Morgenland beschenkten. Die Region wird heute übrigens mit dem Nahen Osten gleichgesetzt, also etwa mit der arabischen Halbinsel inklusive Türkei, Syrien, dem Iran und Ägypten.
Nun ist Gold in der Welt der Investoren hinreichend bekannt. Der Preis des Edelmetalls verteuerte sich seit der Jahrtausendwende um fast 500 Prozent. Heuer lief es bedeutend schlechter; der Preis stieg und fiel mehrmals um rund 15 Prozent, derzeit ist Gold um 6,6 Prozent teurer als noch im Jänner. Überhaupt tendiert Gold an der Börse seit dem Jahr 2011 seitwärts. Ein deutlicher Anstieg ist in weiter Ferne - zumindest solange keine neuerlichen Währungskrisengespräche im Euroraum aufflackern.
Harze mit Preisanstieg
Dem Weihrauch werden hingegen fast schon magische Eigenschaften zugerechnet. In der Zeit der Heiligen Drei Könige war das Harz des Weihrauchbaums wertvoller als Gold. Einer der größten Abnehmer ist nach wie vor die katholische Kirche. Doch auch als Räucherwerk wird Weihrauch zunehmend wiederentdeckt. Dabei geht es nicht nur um den unverwechselbaren Geruch zur Reinigung der Luft, sondern auch um seine entzündungshemmende Wirkung.
Der indische Großhandelspreis für Weihrauch hat sich seit dem Jahr 2004 um 40 Prozent verteuert. Der Preis für ein Kilo des Gummiharzes kostet je nach Qualität auf www.kirchen-weihrauch.de zwischen 17 und 119 €. In Europa hat das holländische Unternehmen Three Kings - sehr passend - den Weihrauchvertrieb an sich gerissen. „Ohne die läuft nichts. Wenn man als kleiner Händler in den Ursprungsländern wie Äthiopien oder Eritrea bestellen möchte, bekommt man nichts", erklärt Johannes Fuchs, der für die Erzdiözese Wien Weihrauch einkauft und im Jahr zwischen 100 und 200 Kilo liefert.
Bleibt noch die dritte Gabe der Könige: Myrrhe. Das Harz des Balsambaumgewächses wird ebenfalls beim Räuchern eingesetzt, die Tinktur wirkt entzündungshemmend, das gewonnene Öl wird in der Parfümindustrie eingesetzt. Im alten Ägypten wurden damit auch Tote einbalsamiert. Für 100 Gramm Myrrhe muss man rund 16 € lockermachen. Der Chemiekonzern Symrise verwendet Myrrhe bei der Herstellung seiner Duftöle. Das an der deutschen Börse seit Ende 2006 notierte Unternehmen hat heuer mit einem Plus von 33 Prozent einen Erfolgslauf hingelegt. Auch längerfristig ist die Aktie deutlich im Plus.
Goldpreis in Euro fällt
In Euro hat sich der Goldpreis heuer übrigens seit dem Hoch im September um neun Prozent und damit stärker als in Dollar verbilligt. Da macht der Einkauf gleich mehr Spaß.
Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen
21.05.2013, 12:27
21.05.2013, 07:55
20.05.2013, 16:53
Währungen. Laut den Experten der MIG-Bank bewegte sich Gold gestern stark nach oben und bildete ein bullisches Engulfing-Muster.
London. Die gegenläufige Bewegung am Goldmarkt zwischen physischer und rein spekulativer Anlage geht weiter.
Vorratshaltung. Der Titel ist diesmal im Sinne des Wortes zu verstehen, in Frankfurt wurde ein Bunker für die wertvollen Metalle eingerichtet.
Wechselkurs. Am Donnerstagmorgen notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,2860 Dollar.
Mittelverschiebung. Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag tiefer gegenüber dem Vortag tendiert, der Goldpreis fällt auf ein 3-Wochen-Tief.


Kommentare
0 Kommentare