31.12.2012, 15:41

Mursi rechnet mit Stabilisierung des Pfund

Bild: EPA (JULIEN WARNAND)

Ägyptens Präsident Mohammed Mursi ist im Kampf gegen den Währungsverfall zuversichtlich.

Kairo. Ägyptens Präsident Mohammed Mursi ist im Kampf gegen den Währungsverfall zuversichtlich. Der Sturz des ägyptischen Pfunds auf ein Rekordtief sorge oder ängstige die Regierung nicht, zitierte die Nachrichtenagentur Mena am Montag den Präsidenten. Das Pfund werde sich "innerhalb von Tagen" stabilisieren. Am Wochenende hatte die ägyptische Notenbank Kapitalkontrollen und neuartige Dollar-Auktionen eingeführt, um dem Schwund der Währungsreserven einen Riegel vorzuschieben.

Am Montag erfolgte die zweite dieser Auktionen. Nach Sonntag bot Ägypten den Banken erneut 75 Millionen Dollar an - mit maximal elf Millionen Dollar pro Geldhaus. Der Kurs der ägyptischen Währung fiel daraufhin im Devisenhandel auf ein neues Rekordtief. Der Chef des ägyptischen Bankenverbandes, Tarek Amer, begrüßte die Maßnahmen und bezeichnete die Auktionen als "wichtigen ersten Schritt" zu einem freien Wechselkurs. Bereits am Sonntag war das Pfund auf ein Rekordtief zum Dollar gefallen.

Die Notenbank hofft, mit Hilfe dieses Instruments die stark gestiegene Nachfrage nach Devisen besser kontrollieren zu können. Dies ist nötig, da die für Benzin- und Lebensmittelimporte wichtigen Währungsreserven knapp werden. Die Wirtschaft leidet unter den ausbleibenden Touristen und fehlenden ausländischen Investoren. Die Notenbank musste seit Beginn des Aufstandes gegen Husni Mubarak vor knapp zwei Jahren mehr als 20 Milliarden Dollar zur Stützung des ägyptischen Pfundes einsetzen.

Die politischen Unruhen im Zusammenhang mit dem umstrittenen Verfassungsreferendum veranlassten viele Ägypter, das ägyptische Pfund in Devisen zu tauschen - aus Angst, dass die Regierung die Landeswährung abwertet oder Kapitalkontrollen einführt. Im November lagen die Währungsreserven bei rund 15 Milliarden Dollar und damit 60 Prozent tiefer als im Februar 2011.

(Reuters)

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