15.01.2013, 17:27

Euro gewinnt gegenüber Franken weiter an Boden

Bild: (c) dpa/Patrick Seeger

Wechselkurs. Die Einheitswährung erreichte mit Kursen bei 1,24 Franken den höchsten Stand seit 13 Monaten.

Zürich. Der Euro hat gegenüber dem Schweizer Franken an den Devisenmärkten am Dienstag zugelegt. Die Einheitswährung erreichte mit Kursen bei 1,24 Franken den höchsten Stand seit Anfang Dezember 2011. Lange Zeit war der Euro auf dem Devisenmarkt lediglich 1,20 Franken wert gewesen und auf dem Höhepunkt der Euroschuldenkrise im Sommer 2011 sank die Einheitswährung bis auf einen Franken. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) setzte dann im September 2011 einen Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken fest und verteidigte ihn mit milliardenschweren Interventionen auf dem Devisenmarkt.

Inzwischen gilt die Schuldenkrise als weniger bedrohlich und die Flucht internationaler Anleger in den sicheren Hafen Schweiz ist zum Stillstand gekommen. Devisenexperten der Großbank Credit Suisse machten sogar Anzeichen für erste kleine Kapitalflüsse zurück in die Eurozone aus. Hält das an, könnte der Euro noch weiter zulegen. Bei 1,25 Franken dürfte aber nach Einschätzung von Devisenhändlern zuerst einmal Schluss sein. Die Entwicklung bei den Devisenoptionen deute darauf hin, dass der Markt nicht mit höheren Eurokurs rechne, sagte ein Optionenhändler.

Freuen kann sich auch die Schweizerische Nationalbank (SNB). Sie musste allein im letzten Jahr für fast 175 Milliarden Franken Euro im kaufen, um ein Abgleiten der Einheitswährung unter 1,20 zu verhindern. Die Devisenreserven der Schweiz liegen inzwischen bei mehr als 400 Milliarden Franken oder 70 Prozent des Bruttoinlandprodukts. Wenn der Euro weiter steigen sollte, kann die SNB einen schrittweisen Verkauf ihrer Devisen ins Auge fassen - und dabei noch einen Gewinn einstreichen. Eilig dürften es die Schweizer Währungshüter damit aber nicht haben. Die SNB hält den Franken immer noch für stark überbewertet, wie sie immer wieder betont. Sie werde die nun einsetzenden Aufwertung des Euro, der eine Abwertung des Frankens impliziert, mit Sicherheit nicht beenden wollen, erklärten Devisenexperten der Commerzbank. Am späten Dienstagnachmittag notierte der Euro bei 1,2390 Franken.

(Reuters)

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

26.08.2014, 14:14

Rudolf Brenner: "Enteignung soll salonfähig gemacht werden"

26.08.2014, 07:33

Weltgrößter Ölförderer plant Milliarden-Investitionen

21.08.2014, 12:03

Die Welt schwimmt im Öl – Krisen im Irak, in Gaza und der Ukraine lassen den Preis kalt

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    19.08.2014, 16:12

    Euro auf niedrigstem Stand seit zehn Monaten

    Positive US-Konjunkturdaten haben den Dollar am Dienstag angetrieben. Der Euro notiert auf dem niedrigstem Stand seit November 2013.

    18.08.2014, 13:57

    Nachfrage nach Gold bricht um 16 Prozent ein

    Inder und Chinesen haben nach den Rekordzahlen des 2. Quartals 2013 im heurigen Jahr deutlich weniger Gold gekauft. Der Preis für Gold bröckelt - und die Zentralbanken greifen wieder zu.

    15.08.2014, 14:49

    Silber-Fixing nach 117 Jahren reformiert

    Über Generationen hatte die Telfonkonferenz im Silber-Fixing funktioniert - bis die Gier zu groß wurde.

    13.08.2014, 09:33

    Kupferpreis fällt auf Sechs-Wochen-Tief

    Sorgen um den Zustand der Weltkonjunktur haben den Kupferpreis am Mittwoch auf den niedrigsten Stand seit sechs Wochen gedrückt.

    13.08.2014, 08:56

    Ölpreise trotz Krisen weiter im Sinkflug

    Die Ölpreise sind auch am Mittwoch gesunken und haben damit seit Ende Juni rund zehn Prozent verloren.

    Goldpreis - Chart

    AT&S Logo
    CA Immo Logo
    Immofinanz Group Logo
    Vontobel in Kooperation mit dem WirtschaftsBlatt
    • BANK VONTOBEL Videos:
      Financial Products (Investment Banking)

    Weltwährungen

    USD
    Mehr

    Aktiensuche


    Börse Frankfurt

    Borsenkurse

    Top 5

    DT.T L.FANA .13,782,68%chart

    DT.T BANK AG.26,681,72%chart

    INFINEON TEC.8,941,10%chart

    DT.T TLTKOM .11,480,79%chart

    RWE AG INHAB.29,910,64%chart

    Flop 5

    BAYERISCHE M.90,33-0,89%chart

    DAIMLER AG N.63,03-0,72%chart

    SIEMENS AG N.96,14-0,72%chart

    BAYER AG NAM.102,15-0,68%chart

    FRESENIUS SE.37,38-0,65%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    GERRY WEBER .35,501,41%chart

    STADA ARZNEI.30,761,40%chart

    SUEDZUCKER A.13,861,28%chart

    BILFINGER58,971,11%chart

    DT.T WONTN A.17,100,92%chart

    Flop 5

    LEG IMMOBILI.56,03-1,48%chart

    KLOECKNER & .10,50-1,45%chart

    DUERR AG INH.59,25-0,99%chart

    GAGFAH S.A. .15,04-0,86%chart

    EVONIK INDUS.27,46-0,81%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    ZOOPLUS AG I.51,903,80%chart

    CTS EVENTIM .21,253,26%chart

    BIOTEST AG V.86,402,50%chart

    TOM TAILOR H.14,612,45%chart

    MLP AG INHAB.4,642,16%chart

    Flop 5

    DELTICOM AG .21,06-3,04%chart

    SCHALTBAU HO.46,80-1,67%chart

    INDUS HOLDIN.40,40-0,71%chart

    CAPITAL STAG.3,70-0,67%chart

    BORUSSIA DOR.4,84-0,55%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    NEMETSCHEK A.78,552,99%chart

    SMA SOLAR TE.23,331,88%chart

    FREENET AG N.20,751,77%chart

    MORPHOSYS AG.72,301,49%chart

    QSC AG NAMEN.2,351,29%chart

    Flop 5

    DIALOG SEMIC.22,49-0,97%chart

    NORDEX SE IN.14,11-0,95%chart

    UNITED INTER.32,78-0,36%chart

    CANCOM SE IN.34,78-0,36%chart

    EVOTEC AG IN.3,62-0,33%chart

    Mehr

    Umfrage

    • Bulle oder Bär - wer gibt in der Woche vom 1.9.2014 bis 5.9.2014. das Tempo vor? Wird der ATX ...
    • ... mehr als 2 Prozent zulegen?
    • ... zwischen 0,5 und 2 Prozent zulegen?
    • ... das Niveau halten? Also zwischen + 0,5 und - 0,5 Prozent zu liegen kommen.
    • ... zwischen 0,5 und 2 Prozent verlieren?
    • ... mehr als 2 Prozent verlieren?