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15.01.2013, 18:09
Australiens Notenbank hat zuletzt kräftig an der Zinsschraube gedreht, um die Konjunktur am Laufen zu halten. Vorerst dürfte damit Schluß sein. Kontrakte auf Übernachteinlagen indizieren eine 47-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass Notenbank-Gouverneur Glenn Stevens diese Zinsen im ersten Quartal auf drei Prozent und damit auf dem tiefsten Stand seit fünf Jahren belassen wird. Vor drei Monaten betrug die Wahrscheinlichkeit lediglich zehn Prozent.
Für das Gesamtjahr gehen die Prognosen jedoch auseinander: Die Experten von UBS, Commonwealth Bank of Australia und Barclays rechnen nicht damit, dass die Reserve Bank of Australia (RBS) heuer die Zinsen weiter senken wird. Begründet wird dies mit dem Anstieg des Preises für Eisenerz auf rund 158 $ je Tonne, dem Hauptexportartikel Australiens. Der australische Dollar hat unter den Leitwährungen heuer gegenüber dem US-Dollar am Stärksten zugelegt. Anleger setzen auf einen Wirtschaftsaufschwung in China - Australiens größtem Handelspartner.
Weitere Senkung
Die National Australia Bank (NAB) geht davon aus, dass die Notenbank im dritten Quartal die Zinsen um 75 Basispunkte auf 2,25 Prozent senken wird. Dies deckt sich auch mit den entsprechenden Kontrakten, die eine 80- prozentige Wahrscheinlichkeit auf eine Zinssenkung in diesem Ausmaß im dritten Quartal widerspiegeln.
Nach einem Wirtschaftswachstum von etwa 2,5 Prozent rechnen die Experten der NAB heuer mit einer Steigeurng um nur zwei Prozent. Im Laufe des Jahres erwarten sie eine Arbeitslosenrate von 5,75 Prozent. Dies wäre der höchste Wert seit August 2009.
Auch wenn die Arbeitslosenrate im November auf 5,2 Prozent gefallen ist, ist die Nervosität dennoch groß. Zwar zählt der australische Dollar heuer zu den stärksten Währungen, steht derzeit aber etwas unter Druck. Es wird befürchtet, dass die am Donnerstag anstehenden Arbeitsmarktdaten für Dezember wieder schlechter ausfallen. (mf)
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