24.02.2013, 17:27  von Martin Fellhuber

Nur echtes Gold lockt Anleger

Für konservative Anleger sind Goldbarren noch immer die solideste Form, Geld für schlechte Zeiten zur Seite zu legen / Bild: Bloomberg

Ausblick. Spekulative Investoren schichten von Gold-Derivaten in Aktien um und bringen so den Goldpreis unter Druck. Der Goldpreis ist zuletzt etwas ins Stocken geraten.

Angesagte Revolutionen finden nicht statt. Seit rund zwölf Jahren steigt der Goldpreis - es waren bislang die besten zwölf seit 90 Jahren. Für heuer wurden Kursziele jenseits der 2000 je Unze prognostiziert, bei aktuell etwas unter 1600 $.

Jetzt gibt es bereits ein ­Umdenken. „Langfristig wird Gold auf 2300 je Unze steigen", hält Gold-Experte Roland Stöferle von Incrementum an seiner Langfristprognose fest. Die Einschätzung für das laufende Jahr - 2000 je Unze bis Jahresende - hat er bereits nach unten ­revidiert. Denn: „Es könnte sehr knapp werden". Daher rechnet er für heuer mit ­einem Anstieg auf 1800 $ bis 1900 $.

Umdenken

Dass der Goldpreis in der Vorwoche unter Druck geraten ist, hat einen simplen Grund: Einzelne Notenbanker der Fed haben nach der jüngsten Sitzung erklärt, die US-Notenbank könnte das Programm zum Ankauf von Anleihen und mit Immobilien besicherten Papieren etwas zurückfahren. Zudem hat der US-Dollar gegenüber anderen Leitwährungen wieder etwas zugelegt.

Dass sich der Goldpreis am Freitag wieder etwas verteuerte, ist auf Anleger zurückzuführen, die die jüngsten Preisrückgänge für Zukäufe genutzt haben.
Allerdings ist bei den Gold-Investoren zu unterscheiden: Zwischen jenen, die physisch Gold kaufen, also ihr Erspartes in Barren oder Münzen anlegen, und jenen, die mit Derivaten auf rasche Kursgewinne spekulieren.

Umschichten

Beim physischen Gold ortet Stöferle keinen Verkaufsdruck. Anders sieht es am „Papiermarkt" aus: Hier haben Hedgefonds und andere institutionelle Anleger spekulative Positionen abgebaut. Nachdem die Aktienmärkte bereits in den vergangenen Monaten in Erwartung eines Konjunkturaufschwungs in der zweiten Jahreshälfte angezogen haben, bestimmte der Terminus „Fomo" das Handeln -„Fear of missing out", die Angst, etwas zu verpassen.

Mit jeder Meldung, die in Richtung eines Aufwärtstrends interpretiert werden könnte, wird mehr Geld umgeschichtet. Das Problem ­dabei ist, dass der Papier­handel mit dem Edelmetall etwa an der New Yorker Rohstoffbörse Comex mehr Gold umfasst, als physisch verfügbar ist.

 

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Kommentare

2 Kommentare

Verbleibende Zeichen: 1500

Gast: jo meint

ROLAND DU SPASTI !!!! so eine dumme von sich eingenommene sau. auf 1800 revidiert oooHHHHOOOoooooHHHH SPASTI Stöferle fast so gut wie, eine Verdoppelung würde mich nicht interessieren. hhahhhhhhaa hahha https://www.youtube.com/watch?v=gfsa5llRUOU

verfasst am 00:57 10.04.2013

Gast: J_K_ meint

>Das Problem ­dabei ist, dass der Papier­handel mit dem Edelmetall etwa an der New Yorker Rohstoffbörse Comex mehr Gold umfasst, als physisch verfügbar ist.< Allein schon diese Erkenntnis zeigt den Unsinn der Spekulation als solcher ;-)

verfasst am 23:28 24.02.2013

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