04.04.2014, 07:26  von Andre Kühnlenz

Russland greift den US-Dollar an

Pro-Russland / Bild: Reuters/Stringer

Ein wichtiger Banker des Landes drängt darauf, dass Russland seinen Export nicht mehr in der US-Währung abrechnet. Die größten Ausfuhrunternehmen ziehen mit.

MOSKAU. Russland überlegt, Öl, Gas und Rüstungsgüter künftig in Rubel zu verkaufen und nicht mehr in Dollar. Dies forderte Andrej Kostin, Chef der zweitgrößten Bank des Landes, der VTB, am Mittwoch auf dem Kongress des Bankverbandes, wie russische Medien berichten. "Der Übergang zur Rubel-Abrechnung sollte eine der Schlüsselaufgaben des Bankensystems, der russischen Zentralbank und der Regierung sein",sagte er.

Noch ist aber unklar, wie realistisch diese Forderung überhaupt ist. Für Kostin steht außer Frage, dass die großen Exporteure mitziehen werden. "Ich habe mit den Leitungen dieser Unternehmen geredet, sie sind nicht dagegen, den Export in Rubel abzurechnen. Man muss ihnen nur einen entsprechenden Mechanismus geben", zitiert die Agentur Interfax den VTB-Chef.

Reservewährung

Sollte Russland den Schritt ernsthaft erwägen, könnte die Bedeutung des Rubels schlagartig wachsen. Volkswirtschaften, die auf Rohstoffimporte aus Russland angewiesen sind, müssten einen Teil ihrer Reserven in Rubel halten, was dessen Kursverfall aufhalten dürfte. Dafür müssten allerdings auch die Importabnehmer neue Verträge mit Russland abschließen.

Der prominente russische Banker hat vor allem die Exportmärkte in Westeuropa und China im Blick. Dies könne "unsere Abhängigkeit von den Launen der US-und EU-Behörden verringern", die Russland mit Sanktionen drohen, sagte Kostin weiter.

Sanktionen

Kurz zuvor war bekannt geworden, dass die US-Bank JP Morgan eine Dollar-Überweisung der russischen Botschaft in der kasachischen Hauptstadt Astana an eine Versicherungsgesellschaft blockierte, die der Bank Rossija gehört. Washington hatte dem Institut den Zugang zum amerikanischen Finanzmarkt gesperrt. Vergangene Woche kündigte die Bank an, nur noch Geschäfte in Russlands Devise anzubieten.

Zur Rubel-Abrechnung sollten vor allem die großen Exporteure übergehen-die alle vom Staat kontrolliert werden-,wie Kostin ausführte: Das sind die Energiekonzerne Rosneft und Gazprom sowie der Rüstungsexporteur Rosoboronexport.

Diese drei Unternehmen würden pro Jahr eine Summe von 230 Milliarden US-$im Export einnehmen, was 44 Prozent der Gesamtausfuhren Russlands entspricht. Kostin führte aus, dass die Hälfte des Exports und weniger als die Hälfte des Imports auf den Euroraum entfallen. Die USA stünden aber nur für zwei Prozent des Imports und fünf Prozent des Exports.

 

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Kommentare

8 Kommentare

LEDO meint

verfasst am 21.08.2015, 22:42

LEDO meint

verfasst am 14.08.2015, 19:48

http://www.idolsale.co.uk/
Parisian fashion retailers have quite an educated eye, and owners of designer depots are no exception to this rule. And so it goes for the quality of the merchandise they buy, though to each owner her own style. They offer items which have seldom been worn more than one season by their original owners, and are in quasi perfect condition.

verfasst am 23.06.2014, 05:08

Juhui! Endlich! Hoffentlich schafft er es! Weg mit der Amivorherrschaft!

verfasst am 04.04.2014, 22:05

Was Gadaffi und Saddam nicht geschafft haben könnte Putin gelingen.
Wir wären alle schlagartig aus dem Klammergriff des Dollars befreit.

verfasst am 04.04.2014, 13:52

wunderbar wie herr putin nun sukzessive den amis richtige watschn austeilt..
und der amis MUSS es sich gefallen lassen ..
.den der amis ist sowas am boden...

verfasst am 04.04.2014, 12:18

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