24.10.2014, 10:17  von Astrid Schuch

"Green Gold" – Masche oder Realität? "Am Ende des Tages liegt die Macht des Geldes beim Konsumenten"

Andrea Lang (Münze Österreich), Rudolf Brenner (philoro), Ronald Stöferle (Incrementum) und Astrid Schuch (WirtschaftsBlatt) / Bild: philoro/beigestellt

In den Bereichen Lebensmittel, Energie und Verkehr ist es schon längst mehr als ein Trend: Nachhaltigkeit. Kaum ein Wort prägt unsere Gesellschaft mehr - auch in der Veranlagung hegen mehr und mehr Investoren das Bedürfnis nach sozialer Verantwortung. Das Wirtschaftsblatt spricht mit Andrea Lang von der Münze Österreich, Ronald Stöferle von Incrementum und Rudolf Brenner von philoro über die Entwicklung des Goldpreises sowie über Chancen von grünem und fair geförderten Gold.

WirtschaftsBlatt: Wenn man als Laie wie ich zum ersten Mal von "Green Gold" hört, dann hört sich das wie ein Widerspruch an. Wie kann der Eingriff in die Natur, das Schürfen und der Abbau von Gold, nachhaltig oder grün sein? Was steckt dahinter?

Rudolf Brenner: Auch in unserem Markt gibt es Akteure, die in ihrer Veranlagung auf soziale Verantwortung viel Wert legen. Das Gold, das für unsere Barren verwendet wird, wird in der Schweiz bei Valcambi produziert. Valcambi hat einen sehr hohen ethischen Standard. Es wird darauf geachtet, dass das Gold nicht aus Regionen kommt, die von vornherein problematisch sind. Dieses Gold kommt aus kanadischen Minen, wo die Umweltauflagen sehr hoch sind und darauf geachtet wird, dass beim Goldabbau keine Umweltverschmutzung verursacht wird. Es werden faire Löhne gezahlt und die Prozesse in der Produktion sind so gestaltet, dass der CO2-Ausstoß vermindert wird. Darüber hinaus werden auch die gesamten Prozesse eines Unternehmens kontrolliert, vom Strom bis zur Produktion von Materialien wird darauf geachtet, dass die Nachhaltigkeit als Unternehmensphilosophie gelebt wird.

Insofern ist natürlich das Wichtigste, dass das Gold nachhaltig abgebaut wird und nicht aus irgendwelchen Quellen kommt, die Raubgold verwenden, sondern dass alles korrekt und nachvollziehbar transparent ist, bis es beim Endkunden landet. Deshalb haben wir auch die Münze Österreich eingeladen, weil wir wissen, dass dort die Themen soziale Verantwortung und Ethik sehr hoch geschätzt werden.

Es gibt unterschiedliche Angebote von Valcambi – Green Gold und LBMA-Standard Gold. Wo liegt hier der Unterschied? Werden die Standards zur Nachhaltigkeit nicht grundsätzlich vertreten? Inwiefern ist "Green Gold" grüner? 

Brenner: Die Standards sind grundsätzlich so hoch, dass das Gold, das bei unserem Schweizer Produzenten verarbeitet wird, nachhaltiges Gold ist. Valcambi hat auch ein Zertifikat von der LBMA, somit wird jedes Gold unter nachhaltigen Kriterien produziert und verarbeitet. Green Gold geht jedoch über die herkömmlichen Standards hinaus. Es wird lückenlos, von der Mine bis zum Endkunden, von unabhängigen Wirtschaftsprüfern überwacht. Der Prozess wird durch unabhängige Dritte zertifiziert und das Gold mit einem speziellen Gütesiegel gekennzeichnet. Entsprechend ist es auch etwas teurer. Normales nachhaltiges Gold wird durch interne Richtlinien kontrolliert. Zusammengefasst: Valcambi Gold ist insgesamt nachhaltig, nur wird beim Green Gold auch extern, von unabhängigen Instanzen zertifiziert. 

Dennoch muss man bei diesem Thema immer skeptisch sein. Auch weil Nachhaltigkeit aktuell so modern ist. Internationale Konzerne wie Nestle werben mit dem "grünen Mascherl", es gibt Nachhaltigkeitsfonds, die in Ölkonzerne investieren und mittlerweile auch grüne Anliehen. Springt die Goldbranche jetzt auf den Nachhaltigkeitszug auf, um sich auch das "grüne Mascherl" umbinden zu können?

Andrea Lang: Beim Abbau von Gold kommt es zu Änderungen in der gesamten Region. Die Bauern, die dort früher Landwirtschaft betrieben haben, sehen sich mit massiven Änderungen konfrontiert. Das ist bei jeglicher Art von Abbau so, auch bei Kohle und Eisenerz, da gibt es in Bezug auf Gold keine Unterschiede. Die Frage ist, wie geht man damit um und welche Standards gibt es? In den letzten Jahren wurden diesbezüglich bereits einige Initiativen gestartet, um diese Standards festzulegen. Diese sind alle gleich, auch Argor-Heraeus, an denen die Münze Österreich beteiligt ist, die ja auch in der Schweiz produzieren, halten sich daran. Es geht in Richtung internationale Initiative.

Neben Green Gold gibt es zum Beispiel Fair Trade Gold – eine Initiative, die versucht Kleinstbauern zu unterstützen, die nachschürfen, wo es für die Großproduzenten nicht mehr lohnend ist. Wir reden hier von Regionen der Erde, wo es entsetzliche Armut gibt. Diese Leute versuchen ihre Existenz zu sichern, mit teilweise gefährlichen Schürfmethoden, wie Quecksilber, die auch nachhaltig schädigend sind, weil durch das „Auskochen“ mit Quecksilber die giftigen Dämpfe in den Organismus gelangen. Fair Trade setzt da an: man versucht Cyanid-Anlagen zu kaufen, die Menschen in Kooperationen zusammenzuschließen und ihnen damit eine gesündere Methode des Auslösens aus dem Gestein zu ermöglichen. Dass dabei Kinderarbeit involviert ist, was in diesen Kulturen üblich ist, weil die Kinder dort einfach mitarbeiten, ist so, und es ist sehr schwierig zu differenzieren. Fair Trade versucht aber eben hier, diese Kooperationen so zu unterstützen, dass den Kindern auch eine Schulbildung ermöglicht und eine andere Zukunft geboten wird. Nichtsdestotrotz leben diese Menschen unter Bedingungen, die für uns Europäer keineswegs attraktiv, sondern eher problematisch sind.

Insgesamt muss unterschieden werden – wie viel Recycling-Gold ist in der Zirkulation unterwegs und wie viel wird neu geschürft? Gold hat weltweit ein beschränktes Vorkommen, das heißt, dass die Herkunft des Goldes, das wir weltweit in unserem Schmuck tragen, mit dem wir in Form von Barren und Münzen handeln, oft nicht geklärt ist.

Ich finde es sehr löblich, dass es solche internationalen Initiativen gibt, nur sollte nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Nachhaltig abzubauen ist eine Sache, wenn jedoch dabei, speziell in Regionen in denen die Standards nicht so hoch sind, ganze Dörfer umgesiedelt werden, nur um Minen anzulegen, ist das eine Themenverfehlung.

Brenner: Genau das schließen wir ja aus.

Ronald Stöferle: Ich habe mich vom hohen Umweltbewusstsein bei einem Besuch in Australien und Neuseeland überzeugt. Da werden Unsummen investiert, um den Nationalvogel, den Kiwi, wieder heimisch zu machen. Wenn man sich eine Mine in Neuseeland anschaut, ist es unglaublich, wie viele Umweltauflagen dort erfüllt werden müssen. Am Ende des aufwändigen Produktionsverfahrens wird das benötigte Wasser gesäubert, geklärt und fließt dann in einen Forellenteich. Die Forellen sind sozusagen die letzte Qualitätskontrolle bevor es wieder in den natürlichen Kreislauf zurückkehrt.

Die wirklich großen börsenotierten Konzerne haben natürlich auch riesigen Druck seitens der Öffentlichkeit: Wenn da einmal etwas passieren würde, hagelt es Kritik – aber genau die sind es auch, die sich diesen internationalen Standards unterwerfen. Man sollte berücksichtigen, dass zwischen 15 und 40 Mio. Menschen in dieser Industrie beschäftigt sind (das hängt immer vom Preis ab). In Südamerika sind das Menschen, die in den Dschungel gehen und dort als One-Man-Show das Gold abbauen, mit Methoden, die nicht so sauber sind, weil sie das Geld für ihr Leben benötigen. Man darf nicht vergessen, dass die Minenbranche und die Förderung von Gold ein extrem weites Feld sind.

Ich glaube Fair Trade hat sich in den letzten 10 Jahren durch Kaffee und Schokolade etabliert, am Ende des Tages liegt aber die Macht des Geldes beim Konsumenten. Wenn der Konsument nicht sagt, er zahlt für einen Kaffee, der das Fair Trade Siegel trägt, 2 Euro mehr, werden diese Initiativen nicht erfolgreich sein. Vielleicht ist es beim Gold noch ein kleines Thema, doch es wächst enorm schnell.

Brenner: In der Schweiz ist Green Gold bereits ein großes Thema, die Pensionskassen und ähnliche Institutionen haben sehr hohe Ethik-Richtlinien. Wichtig dabei ist: es muss nachvollziehbar und zertifiziert sein, erst dann dürfen sie investieren. In diesem Fall gibt der Markt also vor, in welche Richtung es geht und einige professionelle Marktteilnehmer, wie beispielsweise die Münze Österreich und philoro, setzen das auch um – und das wird ein Kriterium sein, warum der Kunde kauft. 

Stöferle: Valcambi Green Gold wollen auch Kleinstschürfer korrekt entlohnen und zahlen ihnen den Weltmarktpreis.

Lang: Argor-Heraeus kauft für uns Fair Trade Gold auf – die Schürfmengen sind aber so gering, dass wir damit keine eigenen Produkte herstellen können. Es kommt also in den großen Topf hinein. Wir möchten einfach ein Zeichen setzen und diese Initiativen unterstützen, in dem wir zum Beispiel eine Anlage kaufen, in der das Gold umweltschonender und nachhaltiger ausgelöst werden kann. Insgesamt muss eine Bewusstseinsänderung erzielt werden, so wie auch in Österreich sehr viel Wert auf biologische Lebensmittel gelegt wird. Gold unterscheidet sich hiervon in keiner Weise. Wir sind alle gleichsam dafür verantwortlich, positive Beiträge zu leisten und zu entscheiden, welche Produkte wir kaufen.

Es hängt also von Angebot und Nachfrage ab. Die Frage ist: Wie nimmt der Konsument Green bzw Fair Trade Gold an? Schließlich ist es am Ende des Tages doch teurer.

Lang: Österreich ist diesbezüglich Vorreiter – in der Lebensmittelindustrie zeigen die Wachstumsraten für biologische Lebensmittel, dass die Österreicher sehr naturverbunden sind, deshalb haben wir eine andere Verbindung zu diesen Themen. Und gerade in der Goldindustrie geht es darum, dass man insgesamt ein vertrauenswürdiger Partner für den Konsumenten ist. Die Münze Österreich wurde 1194 gegründet und ist somit ihrer langen Geschichte und Tradition verpflichtet – wir sind kein Startup-Unternehmen, das kurzfristig Profit maximieren möchte. Wir tragen Verantwortung und gehen mit dieser auch dementsprechend um.

Wir hätten auch die Münzprägestätte verlegen können, um bei der Produktion Kosten sparen zu können – wir produzieren aber als einer der ältesten Industriebetriebe Wiens immer noch am Heumarkt und versuchen, in jedem Bereich Verantwortung zu zeigen, egal ob beim Abbau oder bei der Verarbeitung.

Wie ist das Feedback? Was sagen die Kunden?

Brenner: Das Thema wird immer präsenter. Die Kunden finden es gut, dass auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Konsumenten, die Münze Österreich-Barren kaufen, kommen nicht auf den Gedanken, dass da etwas nicht in Ordnung ist – durch diese Thematik machen wir die Leute erst darauf aufmerksam, dass der Abbau nicht immer so passiert, wie er sollte. Wir bekommen positives Feedback, weil wir Bewusstsein bilden und die Konsumenten das schätzen.

Stöferle: Meiner Meinung nach ist Nachhaltigkeit ein Trend. Im Bereich Financial Investment boomt das Thema auch – es ist gerade in Mode. Die Kunden werden sensibilisiert und aufgeklärt, die Mitglieder vom World Gold Council, International Council und Mines and Metals haben mittlerweile sehr hohe Standards – es tut sich etwas.

Wie hoch ist denn der Preisunterschied zwischen „normalem Gold“ und Green Gold?

Brenner: Der Preisunterschied liegt pro Kilogramm bei ca. 0,5 Prozent. Beim Fair Trade Gold gibt es einen deutlich höheren Preisunterschied, aufgrund der vorher genannten Argumente. Die Marktfähigkeit ist beim Green Gold auf jeden Fall gegeben. Langfristig gesehen soll es gleich viel kosten. Die Standards sollen so implementiert werden, dass kein Unterschied mehr besteht. Es gibt ja schon Gold, das diesem Gedanken entsprechend produziert wird, insofern ist der Standard bei der Münze Österreich sehr hoch, die Barren sind auch LBMA-zertifiziert, und diese Richtlinien schreiben ja auch gewisse Kriterien vor. Gold, das aus Peru von den Kleinstschürfern abgenommen wird, die selbst von Hand schürfen, ist natürlich noch wesentlich teurer. Wenn man aber das industrielle Massen-Produkt nimmt, das nach den Nachhaltigkeits-Kriterien produziert wird, die wir eben besprochen haben, ist kein Preisunterschied sichtbar.

Lang: Es gibt grundsätzlich zwei Seiten: das industriell geschürfte Gold – hier gibt es Initiativen, die Standards so hoch zu legen, dass man weitgehend ausschließen kann, dass hier massive Umweltverschmutzung und Ausbeutung der Arbeiter stattfindet. Wir reden hier von Ländern, in denen es entsetzliche Armut gibt, und genau um diese Menschen kümmert sich auf der anderen Seite Fair Trade: Kooperationen werden gegründet, neue, gesündere Arbeitsweisen werden eingeführt, Nachhaltigkeit wird gefördert. Dadurch ist das Gold nicht „grüner“ als anderes, leistet aber einen wichtigen Beitrag, den Goldbergbauern zu helfen. Die Schürfmengen aus dem Fair Trade Gold sind natürlich viel geringer, als das, was industriell verarbeitet wird, somit kann es nicht verglichen werden. Wichtig ist aber, dass sich die gesamte Gold-Industrie um die Standards kümmern muss.

Herr Stöferle, Sie haben in einem der letzten Interviews gesagt, dass der Goldpreis Ende Juni 2015 auf 1500 Dollar steigen wird, und langfristig bei ca 2300 Dollar anlangen wird. Nun fällt er aber bereits seit 2011 und zuletzt kurzzeitig sogar unter 1200 Dollar. Bleiben Sie Bulle?

Stöferle: Wir sehen momentan massive disinflationäre Tendenzen, was ein deutlich negatives Umfeld für den Goldpreis darstellt. Die Konsumenten verdienen und investieren in erster Linie auf Euro-Basis – hier gibt es seit Jahresbeginn ein Plus von 8 Prozent. Meiner Meinung nach ist das Chancen-Risiko-Profil hervorragend – die Notenbanken werden auf diesen stark disinflationären Trend reagieren müssen. Auf den Aktienmärkten erwarte ich größere Verwerfungen und Turbulenzen, da der Finanzmarkt kein Quantitative Easing der Fed mehr hat. Ich sehe das beim Gold sehr entspannt, die Schuldenstände der Industrienationen sind seit 2007 um 40 Prozent gestiegen, insofern wird uns ein sehr niedriges Zinsniveau die nächsten Jahre begleiten, was wiederum ein positives Umfeld für den Goldpreis bedeutet. Bei den institutionellen Investoren ist das Interesse zurückgegangen, was sich aus antizyklischer Sicht positiv auf den Goldmarkt auswirkt. 

Goldman Sachs argumentiert schon längere Zeit gegen eine Tendenz nach oben – ist die Marktmacht der Bären zu groß?

Stöferle: Papiergold wird täglich im Wert von 240 Milliarden Dollar gehandelt. Der rein physische Markt ist wesentlich kleiner. Mittlerweile kommen 70 Prozent der Nachfrage aus Asien, die sehr gerne günstig zukaufen. Bei uns wird in erster Linie prozyklisch gekauft, sobald die Preise steigen, kommt die Maschinerie in Gang, die Goldziele von Goldman Sachs werden angehoben – das Verhalten der Asiaten ist komplett konträr und antizyklisch. Insofern sollte man nicht vergessen, dass sich die fundamentale physische Nachfrage in den letzten Jahren sehr verändert hat.

Wie hat sich die Nachfrage bei der Münze Österreich entwickelt?

Lang: Weltweit ist großes Interesse wahrnehmbar, die Nachfrage ist ungebrochen. Die Wirtschafts- und Weltnachrichten sind wenig fördernd für Optimismus, und auch das ist ein Motiv, um Gold zu kaufen. Es stellt eine gute Absicherung dar, weil Gold traditionell eine sichere Investitionsform ist und gerade die ÖsterreicherInnen sehr sicherheitsorientiert sind. Die Preiskorrektur 2013 hat vielen Privatinvestoren Mut gemacht, in den Goldmarkt einzusteigen, was sich auch bei uns bemerkbar gemacht hat. Auch zukunftsorientierte Geschenke sind beliebt – zur Taufe möchte man beispielsweise etwas schenken, das auch beim 18. Geburtstag noch Wert hat, und hier bietet sich Gold mehr an als ein Sparbuch.

Stöferle: Langfristige Prognosen über zum Beispiel 20 Jahre, sozusagen das „Big Picture“, sind sicher stabiler als kurzfristige, die den Schwankungen unterliegen.

Lang: Der kurzfristige Schnitt ist nicht der gesuchte, wenn man in Gold investiert. Man möchte das Gefühl haben, sein Geld gut angelegt zu haben, egal wie groß das Vermögen ist. Gold ist eine gute Absicherung, um insgesamt das Portfolio zu stärken.

Stöferle: Der Versicherungsaspekt ist sicherlich bei den meisten Menschen wichtiger als die kurzfristige Performance, die bei den Großinvestoren wiederum einen hohen Stellenwert hat. Wenn man in Fonds risikoreich investiert, hat man natürlich die Chance mehr Zinsen zu bekommen – man muss aber auch der Gegenpartei vertrauen, dass diese die Zinsen auch zahlen kann. Das ist bei Gold ein ganz wesentlicher Punkt: es ist 100 Prozent echter Besitz, deshalb gibt es bei Gold auch keine Zinsen – diese ergeben sich durch den Wertanstieg. Wir empfehlen niemandem sein gesamtes Vermögen in Gold zu investieren – 5 - 10 Prozent werden als sinnvoller Teil gesehen. Wenn man es aber mit traditionellen Anlageklassen vergleicht, haben diese 2013 und 2014 super performed und das kompensiert die schwache Entwicklung von Gold. 2008/09 hat sich Gold sehr gut gehalten, während die Aktien massiv verloren haben. Man muss das also im Portfolio-Kontext sehen und die Korrelationseigenschaften von Gold berücksichtigen, die sich positiv auswirken.

Lang: Über den langen Zeitraum hat Gold nicht verloren – Bewegungen nach oben und nach unten waren vorhanden, aber langfristig ging die Tendenz aufwärts, und das gibt Sicherheit, um die es schließlich geht. Es kommt auf die individuelle Situation des Investors an, deshalb empfehle ich, unbedingt eine Beratung bei der Bank oder bei philoro in Anspruch zu nehmen.

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Kommentare

11 Kommentare

LEDO meint

verfasst am 21.08.2015, 23:27

LEDO meint

verfasst am 21.08.2015, 23:27

LEDO meint

verfasst am 14.08.2015, 20:25

LEDO meint

verfasst am 14.08.2015, 20:25

Klondike

verfasst am 06.11.2014, 20:17

Nachhaltig abgebautes Gold mit einer transparenten Lieferkette wird z. B. auch von Fairmined (ARM), Fairtrade, Ecoandina oder Amalena angeboten. Alle genannten Initiativen arbeiten mit Kleinbergbauern zusammen. Bei den beiden letzt genanten wird immer auf Einsatz von Quecksilber und Zyanid verzichtet. Bei Fairtrade und Fairmined wird neben dem Standard zertifizierten Gold auch „grünes“ Gold angeboten, das den Zusatz „Ecological“ hat. Im Interview wird gesagt, dass Fair Trade Gold nicht „grüner“ ist. Fair Trade ist nicht gleich Fairtrade. Das eine heißt fairer Handel, das andere ist eine Organisation die ein Gütesiegel für fairen Handel vergibt. Im Kleinbergbau arbeiten weltweit ca. 25 Millionen Menschen (indirekt ca. 100 Millionen), und diese Industrie ist der größte Quecksilber-Verschmutzer auf der Welt. Verzichtet ein Kleinbergbaugemeinschaft auf den Einsatz von giftigen Chemikalien und erfüllt Umweltauflagen ist es sehr wohl „grüner“ und nachhaltiger, als Gold von großen industriellen Minen oder anderen Kleinbergbau Minen. Valcambi wie auch Österreich sind sicher nicht Vorreiter in grünem und fair geförderten Gold, aber schön, dass an dieser Bewegung teilgenommen wird.

verfasst am 24.10.2014, 12:16

5 vor 12 bis zwölf Uhr!

verfasst am 23.10.2014, 21:06

01.05.2016, 19:24

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