17.08.2012, 16:32  von AP

Wienerberger-Zahlen rot wie die Ziegel

Wienerberger-CEO Heimo Scheuch kämpft gegen den schwachen Branchentrend / Bild: (c) PEROUTKA G�nther / WB (PEROUTKA Guenther / WB)

Prognose. Bankanalysten rechnen damit, dass die Wienerberger AG im ersten Halbjahr 2012 in die roten Zahlen gerutscht ist.

Wien. Im Schnitt gehen die Analysten von Raiffeisen, Erste, Kepler und Berenberg davon aus, dass der Ziegelkonzern einen Nettoverlust von 21,07 Mio. Euro melden wird. Im Vorjahreszeitraum schrieb Wienerberger noch einen Gewinn von 37,50 Mio. Euro. Demnach hätte sich ein deutlicher Gewinn in einen zweistelligen Millionenverlust verwandelt. Herausgerechnet wurden dabei bereits die im zweiten Quartal des Vorjahres verbuchten Einmaleffekte durch Tondach/Bramac in der Höhe von 33,2 Mio. Euro.

Im APA-Konsensus gehen die Experten von einem operativen Ergebnis (EBIT) von 4,75 Mio. Euro aus. Das wären um 82 Prozent oder 22,35 Mio. Euro weniger als im ersten Halbjahr 2011. Der im Schnitt geschätzte Umsatz von 1,03 Mrd. Euro liegt um 5 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 985,70 Mio. Euro.

Die Analysten von Raiffeisen Centrobank (RCB) schreiben von einem "uninspirierten Resultat". Das zweite Quartal sei von "ruhigen Handelsbedingungen" in ganz Europa gekennzeichnet gewesen, die US-Bauwirtschaft dagegen hätte begonnen, sich zu erholen. Zudem erwarten sie, dass Wienerberger einen eher verhaltenen Ausblick zum restlichen Geschäftsjahr geben wird.
Den gestiegenen Umsatz erklärten die Erste-Experten mit der Konsolidierung des Rohr-Herstellers Pipelife, dieser habe mit 70 Mio. Euro zum Konzern-Umsatz beitragen. Trotz um rund 4 Prozent höherer Preise, werden nach Schätzung der Analysten die Margen fallen. Als Grund wird der schwache Häusermarkt angeben. Nur in Deutschland laufe das Geschäft besser.

Kepler-Analyst Stephan Trubrich stimmt seinen Kollegen zu: In Europa, wo Wienerberger 90 Prozent des Umsatzes erzielt, zeige die Baukonjunktur deutlich nach unten. Gerade die Kernmärkte von Wienerberger wie etwa Belgien, die Niederlande, Frankreich und Großbritannien, aber auch Zentral- und Osteuropa mit Ausnahme Russlands entwickeln sich schwach. Positive Nachrichten könnte es aus den USA, Russland und Indien geben, so Trubrich, aber diese Märkte machen nur ein Zehntel des Umsatzes aus, hielt er fest.

US-Geschäft gut, aber klein

Die Analysten der Berenberg Bank gehen in Europa im zweiten Quartal von 10 Prozent weniger Umsatz aus. Der Aufwärtstrend in den USA hingegen habe sich beschleunigt: Vor allem Ein-Familien-Häuser würden wieder öfters gebaut. In den Büchern von Wienerberger werde sich dieser Trend mit einem Plus von 22 Prozent im US-Geschäft niederschlagen.

Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen

05:53

Voestalpine nimmt an Stahlgipfel in Russland teil

16.09.2014, 18:14

Börseschluss: ATX setzt Abwärtsspirale fort

16.09.2014, 16:01

OMV-Vorstand Jaap Huijskes geht vorzeitig

Mehr

Mehr auf wirtschaftsblatt.at

    Mehr aus dem Web

    WERBUNG

    Kommentare

    0 Kommentare

    Verbleibende Zeichen: 1500

    16.09.2014, 13:23

    105 Prozent Kursgewinn mit Österreichs bester Aktie

    Die Börse-Performance des steirischen Chip- und Sensorenherstellers austriamircosystems kann sich sehen lassen. Die Aktie sticht alle Wiener Prime-Titel locker aus.

    16.09.2014, 12:33

    Post erhöht die Tarife - Aktie zieht auf Rekordhoch

    Mit Zustimmung der Regulierungsbehörde hebt die Österreichische Post ihre Tarife ab 1. März an. Ein Standardbrief kostet dann 68 Cent statt bisher 62.

    16.09.2014, 04:02

    Voestalpine verstärkt Kritik an Klimapolitik der EU

    Voestalpine-CEO Wolfgang Eder heizte gestern im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien die Debatte um die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs nochmals an

    15.09.2014, 10:40

    Brigitte Ederer investiert in den Ölfeldausrüster SBO

    Die frühere Siemens-Vorstandsdirektorin und nunmehrige ÖBB-Aufsichtsratsvorsitzende Brigitte Ederer investierte in den Ölfeldausrüster SBO.

    15.09.2014, 10:16

    BWT-Aktie kostet 18 Euro - Weißenbacher bietet 17

    Der Chef des Wasseaufbereiters BWT, Andreas Weißenbacher, legt sein zweites Übernahmeangebot für den Konzern vor. Ob er Erfolg hat, ist fraglich.

    Aktiensuche


    CA Immo Logo
    Vontobel in Kooperation mit dem WirtschaftsBlatt
    • BANK VONTOBEL Videos:
      Financial Products (Investment Banking)

    Immofinanz Group Logo
    AT&S Logo

    Börsenkurse

    Borsenkurse

    Top 5

    RAIFFEISEN B.20,082,71%chart

    RHI AG22,301,83%chart

    ERSTE GROUP .19,171,46%chart

    VOESTALPINE .33,561,16%chart

    IMMOFINANZ AG2,320,91%chart

    Flop 5

    MAYR-MELNHOF.86,00-0,92%chart

    FLUGHAFEN WI.64,47-0,80%chart

    CA IMMOBILIE.15,56-0,45%chart

    TELEKOM AUST.7,14-0,13%chart

    OESTERREICHI.37,70-0,11%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    WOLFORD AG22,503,19%chart

    RAIFFEISEN B.20,082,71%chart

    CENTURY CASI.3,802,70%chart

    RHI AG22,301,83%chart

    ERSTE GROUP .19,171,46%chart

    Flop 5

    KAPSCH TRAFF.23,12-2,88%chart

    PALFINGER AG25,50-1,96%chart

    STRABAG SE19,65-1,92%chart

    ROSENBAUER I.71,10-1,77%chart

    EVN AG10,04-1,42%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    BAYERISCHE M.90,060,88%chart

    THYSSENKRUPP.21,780,88%chart

    INFINEON TEC.8,860,88%chart

    HEIDELBERGCE.56,310,82%chart

    DT.T TLTKOM .11,670,82%chart

    Flop 5

    FRESENIUS ME.54,09-0,18%chart

    ADIDAS AG NA.58,68-0,12%chart

    RWE AG INHAB.30,85-0,06%chart

    FRESENIUS SE.38,51-0,01%chart

    E.ON SE NAME.14,400,03%chart

    Mehr
    Borsenkurse

    Top 5

    UNITEDHEALTH.87,161,31%chart

    VISA Inc217,301,24%chart

    EXXON MOBIL .97,431,18%chart

    INTEL CORP34,931,13%chart

    MICROSOFT CO.46,761,12%chart

    Flop 5

    NIKE Inc81,20-0,50%chart

    CATERPILLAR .104,860,00%chart

    GOLDMAN SACH.184,040,03%chart

    JPMORGAN CHA.59,990,08%chart

    THE TRAVELER.93,640,10%chart

    Mehr

    Umfrage

    • Bulle oder Bär - wer gibt in der Woche vom 22.9.2014 bis 26.9.2014. das Tempo vor? Wird der ATX ...
    • ... mehr als 2 Prozent zulegen?
    • ... zwischen 0,5 und 2 Prozent zulegen?
    • ... das Niveau halten? Also zwischen + 0,5 und - 0,5 Prozent zu liegen kommen.
    • ... zwischen 0,5 und 2 Prozent verlieren?
    • ... mehr als 2 Prozent verlieren?

    Weltwährungen

    USD
    Mehr