17.08.2012, 18:00  von APA

Wien fährt ein Prozent und Wochenplus ein

Bild: WB

ATX. Das vierte Plus der verkürzten Handelswoche beschert dem Wiener Leitindex einen Wochenaufschlag von 2,73 Prozent.

Wien. Die Wiener Börse hat die Sitzung am heutigen Freitag bei gutem Volumen mit fester Tendenz beendet. Der Fließhandelsindex ATX stieg gegenüber dem Donnerstag-Schluss (2.084,89) um 21,19 Punkte oder 1,02 Prozent auf 2.106,08 Zähler. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund neun Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.097 Punkten. Gegenüber Ultimo 2011 liegt der ATX per heute 214,40 Punkte oder 11,33 Prozent im Plus. Der ATX Prime schloss mit einem Plus von 0,98 Prozent oder 10,03 Punkten bei 1.038,06 Einheiten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,13 Prozent, DAX/Frankfurt +0,63 Prozent, FTSE/London +0,30 Prozent und CAC-40/Paris +0,22 Prozent.

Der ATX verabschiedete sich mit Kursgewinnen ins Wochenende und zeigte sich damit im Gleichklang mit dem internationalen Börsenumfeld. Händler in Wien berichteten von einem weitgehend ruhigen Geschäft und verwiesen auf fehlende Impulse. Die Meldungslage wurde von Analystenkommentaren dominiert.

Am Nachmittag rückten erneut aktuelle Nachrichten von der US-Konjunkturfront in den Fokus. So hat sich die Stimmung der US-Konsumenten wieder aufgehellt. Der Index für das Verbrauchervertrauen im August stieg nach vorläufigen Berechnungen von 72,3 auf 73,6 Punkte. Zudem ist in den USA der Sammelindex der Frühindikatoren im Juli stärker als erwartet gestiegen.

Die heimischen Indexschwergewichten zeigten sich einheitlich mit positiven Vorzeichen. So zogen voestalpine um 1,71 Prozent auf 24,40 Euro an und OMV konnten sich um 0,89 Prozent auf 26,79 Euro steigern. Immofinanz schlossen 2,26 Prozent höher bei 2,71 Euro und Andritz legten um 1,37 Prozent auf 43,74 Euro zu.

In einem erneut starken europäischen Bank-Sektor gewannen die Titel der Erste Group 2,28 Prozent auf 16,60 Euro und konnten damit an die klaren Vortagesgewinne anschließen. Raiffeisen zeigten sich hingegen um 1,02 Prozent tiefer bei 28,71 Euro.

Auch die Titel des Verbund konnten neuerlich an Terrain gewinnen und stiegen 0,72 Prozent auf 16,81 Euro. Der österreichische Versorger verhandle mit E.ON über einen Verkauf seiner Beteiligung an dem türkischen Energiekonzern Enerjisa, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen Reuters. Eine Verbund-Konzernsprecherin bezeichnete gegenüber der APA die Grundlage des Berichts als "sommerliche Marktgerüchte, die wir nicht kommentieren".

Nach den klaren Vortagesverlusten tendierten Telekom Austria (TA) 0,46 Prozent schwächer bei 6,91 Euro. Die Erste Group hat ihre Einschätzung von "accumulate" auf "hold" und das Kursziel von 9,00 auf 7,00 Euro gekürzt. Die Analysten der Citigroup reduzierten ihr TA-Kursziel von 8,35 auf 7,50 Euro und JP Morgan nahm das Preisziel von 9,40 auf 7,00 Euro zurück.

Lenzing konnten 0,73 Prozent an Wert gewinnen auf 76,96 Euro. Die Erste Group hat die Kaufempfehlung für die Aktien des Faserherstellers bestätigt, das Kursziel jedoch von 112,1 auf 108,8 Euro gesenkt.

Für Schoeller-Bleckmann wurde seitens der Erste Group die Einstufung von "hold" auf "accumulate" und das Kursziel von 74,5 auf 85,1 Euro angehoben. Die Titel des Ölfeldausrüsters schlossen unverändert bei 74,21 Euro.

Das Tageshoch erreichte der ATX gegen 17.15 Uhr mit 2.108,68 Zählern. Das Tagestief lag zu Sitzungsbeginn bei 2.084,05 Zählern. Im prime market zeigten sich am Ende der Sitzung 24 Titel mit höheren Kursen, zwölf mit tieferen und zwei unverändert. In zwei Aktien kam es zu keiner Kursbildung.

Gehandelt wurden im prime market 5.541.149 (Vortag: 6.688.554) Stück Aktien (Einfachzählung). Umsatzstärkste Aktie war Erste Group mit 723.158 Stück Aktien. Wertmäßig kam heute ein Umsatz im prime market (Doppelzählung) von 124,973 (164,096) Mio. Euro zustande, wovon 23,84 Mio. Euro allein auf Erste Group entfielen.

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