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27.12.2012, 16:19 von Alexander Hahn
Nach anhaltenden Verlusten hat die an der Wiener Börse gelistete HTI ihre Bankschulden im Zuge eines Hilfspakets deutlich verringert. Im Zuge des Verkaufs der Sparten Engineering und Energietechnik an eine Tochter der RLB Steiermark, mit rund 12 Prozent größter HTI-Einzelaktionär, haben sich die Bankverbindlichkeiten des Unternehmens auf 60 Millionen € mehr als halbiert. Freilich fallen dadurch ab Jänner 2013 auch rund 45 Prozent des Umsatzes weg.
Dabei waren die Umsatzerlöse bereits in den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahrs 2012 mit 148,2 Millionen € um 3,5 Prozent rückläufig, wie HTI am Donnerstag mitteilte. Schwächer entwickelte sich auch das EBITDA, das mit 4,6 Millionen um 34,3 Prozent geringer als in der Vorjahresperiode ausgefallen ist. Weitere Ertragskennzahlen wurden im Finanzbericht zum dritten Quartal nicht ausgewiesen. Zum Halbjahr war der Betriebsverlust (EBIT) bei 3,2 Millionen € gelegen und das Periodenergebnis bei minus 6,4 Millionen € gelegen.
Leichtbau bleibt
Vom Verkauf der zwei Sparten sind insbesondere die Unternehmen Hitzinger GmbH, BBG Baugeräte GmbH und Theysohn Extrusionstechnik GmbH betroffen. Bei HTI verbleibt die Sparte Leichtbau, die in den ersten neun Monaten rund 81,5 Millionen € Umsatz erzielte. Zudem wurden mit den Banken weitere Maßnahmen wie Forderungsverzichte, Nachrangigstellungen sowie die Gewährung zusätzlicher Finanzierungen vereinbart. Die Netto-Bankschulden haben sich dadurch von 140 Millionen per Ende September auf aktuell 60 Millionen € reduziert.
An der Wiener Börse ist die HTI-Aktie mit einem Kurs von 31 Eurocent bereits ein absolutes Leichtgewicht. Nach einem Kursverlust von 68,5 Prozent seit Jahresbeginn wird das Unternehmen nur noch mit 14,1 Millionen € bewertet.
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