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07.01.2013, 13:23 von Leo Himmelbauer
Wien. Börse-Vorstand Birgit Kuras war in ihrer vorläufigen Dezember-Bilanz zwei Tage vor Weihnachten noch davon ausgegangen, dass der Aktienumsatz im letzten Monat 2012 um 28 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro fallen werde. Doch dank der Jahresendrally kam es nicht einmal halb so schlimm. An- und Verkäufe von Aktien aus dem Prime Market im Volumen von 2,757 Milliarden Euro waren sogar mehr als in den Monaten Oktober und November und gegenüber Dezember 2011, der Rückgang um 9,9 Prozent war das geringste Monatsminus im abgelaufenen Jahr. Und: Die Wiener Börse hielt sich im Dezember erstmals seit langem besser als die Deutsche Börse in Frankfurt, wo es einen Rückgang um knapp 25 Prozent ab.
Dass es im Dezember überraschend gut gelaufenen ist, lag vor allem an der starken Nachfrage nach Immofinanz-Aktien. Das Volumen mit diesen Papieren stieg im Jahresabstand von 192 auf 320 Millionen Euro. Damit war Immofinanz im Dezember die zweitmeist gehandelte Aktie nach Erste Group. Deren Volumen ging im Dezember nur geringfügig auf 553 Millionen Euro zurück. Im Dezember-Ranking auf Platz: OMV mit 275 Millionen Euro vor Voestalpine mit 246 Millionen Euro und Andritz mit 181 Millionen Euro.
Im Gesamtjahr 2012 wurden mit Prime-Aktien an der Wiener Börse 35,733 Milliarden Euro umgesetzt. Das waren um 23,687 Milliarden Euro oder 39,9 Prozent weniger als 2011 und das niedrigste Volumen seit 2003. Die Umsätze mit Aktien aus dem Standard Market Continuous fielen um 53,8 Prozent auf 273 Millionen Euro. Starke Rückschläge verzeichnete auch der Handel mit Anleihen aus dem Financial Sector (von 906 auf 89 Millionen Euro), während bei Unternehmensanleihen ein Plus von 85 auf 109 Millionen Euro registriert wurde.
Zum Vergleich: Für die Deutsche Börse endete 2012 mit einem Rückgang des Umsatzvolumens um 23,2 Prozent auf 1,16 Billionen Euro.
Meistgehandelte Aktie in Wien war im Vorjahr erneut Erste Group. Das Volumen fiel allerdings um 32,1 Prozent auf 7,411 Milliarden Euro. Zu den Top 5 gehören OMV (3,978 Milliarden Euro, minus 45,8 Prozent), Voestalpine (3,775 Milliarden Euro, minus 40,6 Prozent), Andritz (3,485 Milliarden Euro, minus 24,3 Prozent) und Immofinanz (2,650 Milliarden Euro, minus 35 Prozent). Noch unter den Top 10: Raiffeisen (2,446 Milliarden Euro, minus 40,6 Prozent), Telekom Austria (2,183 Milliarden Euro, minus 41,6 Prozent), Verbund (1,348 Milliarden Euro, minus 59,3 Prozent), Vienna Insurance (1,227 Milliarden Euro, minus 29,4 Prozent) und Wienerberger (925 Millionen Euro (minus 57,9 Prozent).
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