31.01.2013, 18:54

Raiffeisen International hinkt Zielen hinterher

RBI-Vorstandsvorsitzender Herbert Stepic / Bild: (c) WB/Jindrich Foltin

Prognose. Die Raiffeisen Bank International soll einen Jahresüberschuss von über 700 Millionen Euro erzielt haben - nach 968 Millionen. Das vierte Quartal war bitter.

Wien. Die Raiffeisen Bank International (RBI) gab nach Börseschluss in Wien eine erste Prognose für das Jahresergebnis 2012 bekannt. Das Vorsteuerergebnis 2012 soll demnach leicht über einer Milliarde Euro liegen - nach 1,4 Milliarden 20011. Der Konzern-Jahresüberschuss beläuft sich auf über 700 Millionen Euro (2011: 968 Millionen). Reuters Average Analysten Poll war von 722 Millionen Euro ausgegangen, womit die RBI hinterherhinkt.

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen liegen im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht unter jenen des Vorjahres (2011: EUR 1.064 Millionen) - was die RBI erwartet hat. Die höchsten Vorsorgen waren hierbei in Ungarn, Polen und der Ukraine zu verzeichnen. Bezüglich der Kostenentwicklung bestätigt die RBI ihren zum dritten Quartal publizierten Ausblick. Die Verwaltungsaufwendungen des Konzerns bewegen sich ohne Berücksichtigung der Polbank mit 3,2 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Die Forderungen an Kunden beliefen sich zum Jahresende 2012 auf rund 83 Milliarden, nach EUR 82 Milliarden Euro.

Kräftiger Verlust im vierten Quartal

Nachdem die RBI in den ersten neun Monaten einen Konzern-Periodenüberschuss von 842 Millionen Euro erwirtschaftet hatte, „stellte sich die Situation im vierten Quartal 2012 aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Umfelds als herausfordernder dar", gab die Bank bekannt. Das Handelsergebnis lieferte wegen eines Einmaleffekts aufgrund von IFRS-Richtlinien für die Bewertung von Derivaten (rund minus 30 Millionen Euro) im vierten Quartal keinen Ergebnisbeitrag.

Ukraine abgeschrieben

Der restliche Firmenwert der ukrainischen Raiffeisen Bank Aval in Höhe von 29 Millionen wurde im vierten Quartal 2012 vollständig abgeschrieben. Außerdem wurden kleinere Firmenwertabschreibungen bei weiteren Beteiligungen in Höhe von insgesamt rund zehn Millionen Euro vorgenommen.

Das Management wird der Hauptversammlung vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2012 nach Bedienung des Partizipationskapitals auch eine Dividende an die Aktionäre zu zahlen.

Der Jahresabschluss wird derzeit erstellt und vom Wirtschaftsprüfer geprüft. Eckdaten zum vorläufigen Ergebnis werden am 20. Februar 2013 bekannt gegeben. Der vollständige geprüfte Geschäftsbericht wird am 10. April 2013 publiziert.

(vorm/ek)

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