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10.02.2013, 17:29 von Leo Himmelbauer
Wien. Es darf als kleiner Hoffnungsschimmer gewertet werden: Im Jänner 2013 fiel der Aktienumsatz an der Wiener Börse nur noch um 8,2 Prozent auf 3,277 Milliarden Euro. Es dies zwar der niedrigste Jänner-Wert seit 2003, aber das beste Monatsergebnis seit Mai 2012. Damals wurden Aktien für 3,5 Milliarden Euro gehandelt.
Der Aktienumsatz an der Wiener Börse ist seit zwei Jahren stark rückläufig. Im Jahr 2011 brach er um 18 Prozent ein, im Vorjahr um weitere 39,9 Prozent auf nur noch 35,7 Milliarden Euro.
Wie schon im Dezember war auch im Jänner der Rückschlag in Wien kleiner als jener an der Deutschen Börse. Der Orderbuchumsatz in Xetra fiel im Jänner um 13,72 Prozent auf 85,5 Milliarden Euro.
Umsatzstärkster DAX-Titel auf Xetra im Jänner war Deutsche Bank mit 4,9 Milliarden Euro. Bei den MDAX-Werten lag Metro mit 684,8 Millionen Euro vorn, im Aktienindex SDAX führte Praktiker mit 119,7 Millionen Euro und bei den TecDAX-Werten Software AG mit 299,2 Millionen Euro.
Die zehn meistgehandelten in Wien waren im Jänner Erste Group (771 Millionen Euro in Doppelzählung), OMV (320 Millionen Euro), Voestalpine (298 Millionen Euro), Immofinanz (282 Millionen Euro), Andritz (203 Millionen Euro), Raiffeisen (191 Millionen Euro), Verbund (183 Millionen Euro), Telekom Austria (142 Millionen Euro), Vienna Insurance Group (131 Millionen Euro), Conwert (91 Millionen Euro).
22 Prozent an der Börse vorbei
Mit der Jänner-Statistik lieferte die Wiener Börse auch die Jahresstatistik 2012 über die ausserbörslichen Umsätze ab. Diese betrugen im Vorjahr 5,05 Milliarden Euro gegenüber 8,77 Milliarden Euro im Jahr 2011. Der Anteil der ausserbörslichen Umsätze in Aktien aus dem Prime Market am Gesamtumsatz mit diesen Papieren betrug im Vorjahr 22,03 Prozent gegenüber 22,78 Prozent in 2011.
Die höchsten ausserbörslichen Umsätze gab es im Vorjahr bei Erste Group (1,9 Milliarden Euro waren 33,93 Prozent der Gesamtumsätze), OMV (326 Millionen Euro waren 14,07 Prozent) und Voestalpine (287 Millionen Euro waren 13,21 Prozent). Die niedrigsten ausserbörslichen Anteile (unter den Topaktien) gab es bei Andritz (11,16 Prozent), Voestalpine und Telekom Austria (13,48 Prozent). Unter 20 Prozent blieben auch Conwert, Immofinanz, Post, Raiffeisen, Verbund und Wienerberger).
Ausserbörsliche Umsatzanteile von mehr als 40 Prozent gab es bei Amag und Strabag.
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Gast: rh meint
verfasst am 22:50 08.02.2013