28.05.2013, 09:49  von Leo Himmelbauer

Valneva: Neue Aktie und gleich eine Kapitalerhöhung

Valneva-Chef Thomas Lingelbach / Bild: WB PEROUTKA Guenther

Intercell und Vivalis sind fusioniert. Die neue Valneva-Aktie notiert nun auch in Wien. Das Biotech-Unternehmen will von Aktionären 40 Millionen Euro.

Lyon/Wien. Das Wiener Biotech-Unternehmen Intercell - einst im Leitindex der Wiener Börse gelistet - hat einen Impfstoff am Markt und jahrelang hohe Verluste geschrieben. Die nun vollzogene Fusion mit dem französischen Biotech-Unternehmen Vivalis soll einen Neustart bringen. Valneva SE heisst das fusionierte Unternehmen, dessen Stammaktien ab Dienstag im geregelten Markt der NYSE Euronext in Paris und  im Prime Markt-Segment der Wiener Börse gehandelt werden. Die Valneva-Vorzugsaktien gibt es ebenfalls an beiden Börsen, in Wien im unregulierten Dritten Markt.

Thomas Lingelbach, Präsident und Chief Executive Officer der Valneva wie auch der Franzose Franck Grimaud bezeichneten am Dienstag die Fusion als wichtiger Meilenstein. Man habe die Stärken und Fähigkeiten von Vivalis und Intercell bei der Entdeckung von Antikörpern und bei der Entwicklung von Impfstoffen und deren Vermarktung kombiert. Man habe eine klare Strategie zu wachsen und durch steigende Einnahmen aus Produktverkäufen, durch bestehende und zukünftige Partnerschaften sowie durch Investitionen in Impfstoffentwicklung und Entdeckung von Antikörpern ein nachhaltiges Unternehmen aufzubauen.

Das Unternehmen habe ein breites Portfolio an Produktkandidaten (intern/in Partnerschaft), das aus einem Impfstoff gegen Pandemische Grippe in Phase III, einem Impfstoff gegen Pseudomonas in Phase II/III und einem Impfstoff gegen Tuberkulose in Phase II besteht. Darüber hinaus verfügt es auch über ein Portfolio an Technologieplattformen die auf dem Weg sind, zum Industriestandard zu werden.

Um das geplante Wachstum abzusichern, ist eine Kapitalerhöhung um 40 Millionen Euro geplant. Für diese Bezugsrechtsemission gibt es bereits Zusagen von Investoren. FSI hat sich verpflichtet,  62,5 Prozent des Gesamtangebotes oder bis zu 25 Millionen Euro zu zeichnen. Die Groupe Grimaud und Unigrains (ein langfristiger Groupe Grimaud-Aktionär) wollen fünf Millionen Euro zeichnen. Zwei Banken haben sich verpflichtet, 10 Millionen Euro zu Standard-Marktbedingungen zu platzieren.

Credit Agricole und  Société Générale agieren gemeinsam als Lead-Manager und Bookrunner der Bezugsrechtsemission.

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