02.02.2016, 09:40  von Leo Himmelbauer

Raiffeisen überrascht mit 383 Millionen Euro Jahresgewinn – Wieder keine Dividende

RBI-Chef Karl Sevelda legt vorläufige Zahlen für 2015 / Bild: APA/HELMUT FOHRINGER

Die Raiffeisen Bank International schreibt wieder schwarze Zahlen. Laut vorläufigem Ergebnis wurden im Vorjahr 383 Millionen Euro verdient. Eine Dividende wird es trotzdem nicht geben.

Die Raiffeisen Bank International (RBI) legte am Montag nach Börseschluss überraschend vorläufige Zahlen für 2015 vor. Sie sind auf den ersten Blick erfreulich. Unterm Strich wurden 383 Millionen Euro verdient. Möglich wurde dies unter anderem, weil die Nettodotierungen für Kreditrisikovorsorgen um 28 Prozent auf 1,266 Milliarden Euro zurückgenommen wurden. Vor Steuern wurden 696 Millionen Euro Gewinn erzielt.  Das gute Jahresergebnis sorgte an der Börse für einen Kurssprung. Die Raiffeisen-Aktie startete am Dienstag mit Aufschlägen von mehr als zehn Prozent in den Handel.

Die Verwaltungsaufwendungen konnten um vier Prozent auf  2,915 Milliarden Euro gesenkt werden. Die Transformationskosten lagen 2015 bei rund 90 Millionen Euro und entsprachen laut RBI der gegebenen Indikation.

Der Ergebnisausblick für das Gesamtjahr 2015 beinhaltet  einen Aufwand für eine Wertminderung des Firmenwerts und für Risikokosten in Höhe von 124,1 Millionen Euro, der im Zuge einer Anpassung (Restatement) im Geschäftsjahr 2014 auszuweisen war. Das ist die Folge einer regulären Prüfung der Bank nach dem Rechnungslegungs-Kontrollgesetz. Die RBI erwartet, dass das vorläufige Prüfungsergebnis in den nächsten Monaten per Bescheid bestätigt wird. Gegenstand der Prüfung waren der RBI-Konzernabschluss 2014 sowie der RBI-Halbjahres-Finanzbericht 2015. Die Verschiebung von Aufwendungen in Höhe von 124,1 Millionen Euro führte zu einer Anpassung des Konzernfehlbetrags für 2014. War der Verlust bisher mit rund 493 Millionen Euro angegeben worden, so beträgt er nun 616,6 Millionen Euro.

Für das Geschäftsjahr 2015 werde der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, keine Dividende auszuzahlen, heisst es in einer Mitteilung der RBI. Schon für das verlustreiche Jahr 2014 hatte die Ostbank der Giebelkreuzer keine Dividende ausgeschüttet.

Auf Basis der vorläufigen Zahlen betrugen die Risikogewichteten Aktiva (RWA) zu Jahresende 2015 rund 63 Milliarden Euro - nach 69 Milliarden Ende 2014. Damit lag die von Basel III geforderte Kernkapitalquote CET1 Ratio (Common Equity Tier 1 Ratio) fully loaded Ende 2015 bei rund 11,5 Prozent, nach 10,0 Prozent Ende 2014. Freilich: Nicht nur der Eigenkapitalanteil der Bank ist gestiegen, sondern auch der Anteil der faulen Kredite am Gesamtbestand. Lag dieser 2014 noch bis 11,3 Prozent, so waren im Vorjahr bereits 12 Prozent aller Kredite als notleidend einzustufen.

 

 

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4 Kommentare

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verfasst am 12.02.2016, 03:41

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verfasst am 12.02.2016, 03:41

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