04.03.2016, 06:48  von Hans-Jörg Bruckberger

Großes Sesselrücken an der Börse Wien

Birgit Kuras will lieber Großmutter als Börse-Chefin sein / Bild: WB

Turbulente Zeiten für die Wiener Börse. Deren Chefin, Birgit Kuras, räumt ihren Posten, die Tage anderer Manager sind ebenfalls gezählt. Eigentümer wollen die Börse neu aufstellen.

WIEN. Nicht nur der Leitindex ATX, wo der Flughafen für AT&S Platz machen muss, ist in Bewegung. Auch im Unternehmen Wiener Börse geht es heiß her. Hinter den Kulissen steht offenbar ein großer Umbruch samt Führungswechsel bevor. Wie „Der Börsianer“ berichtet, steht Börsechefin Birgit Kuras für eine Verlängerung ihres in Kürze auslaufenden Vertrags nicht mehr zur Verfügung.

Großer Kehraus

Die ehemalige Raiffeisen-Bankerin und erste Frau an der Spitze der Wiener Börse werde laut einem Onlinebericht des Magazins in Zukunft kürzertreten. Dem WirtschaftsBlatt bestätigt Kuras das auf Anfrage: „Es ist mir nicht leicht gefallen, aber ich möchte mehr Zeit für meine Familie haben.“ Die bald 60-Jährige wurde erst kürzlich wieder Großmutter. Ihre Definition des Jobs und die Ansprüche, die sie dabei an sich selbst hat, seien einfach zu aufwendig. Kuras möchte dem Kapitalmarkt allerdings „in irgendeiner anderen Funktion“ erhalten bleiben. Ihr Vorstandsvertrag läuft Ende Mai aus.

Die Zukunft ihres Vorstandskollegen Michael Buhl bei der Wiener Börse ist dem Vernehmen nach ebenfalls alles andere als gesichert. Der 57-Jährige ist seit 2005 Mitglied des Vorstands, durfte also auch die fetten Jahre in leitender Funktion miterleben, als der ATX bis auf 5000 Punkte gestiegen ist. Der Aufsichtsrat soll bereits einen Personalberater (laut „Oberösterreichischen Nachrichten“ Egon Zehnder) mit der Suche nach Kandidaten für das Vorstandsteam beauftragt haben. Aber auch die Tage von Willibald Cernko als Aufsichtsratschef der Börse Wien dürften gezählt sein. Zumal er dieses Amt in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Unicredit Bank Austria übernommen hat – ein Posten, den er bekanntlich geräumt und an Robert Zadrazil übergeben hat.

Struktur auf dem Prüfstand

Die Unicredit wiederum ist der größte Aktionär der Börse. Wobei deren Aktionärsstruktur komplex ist: Die Börse Wien gehört der CEESEG AG, die auch die osteuropäischen Beteiligungen der Gruppe hält. Diese wiederum gehört 56 börsenotierten Unternehmen, die größten Aktionäre sind heimische Banken und Versicherer. Unicredit hält 13,3 Prozent, die Erste Group knapp elf Prozent, Raiffeisen ist über RBI, verschiedene Landesbanken sowie die Uniqa beteiligt.

Buhl steht auch der CEESEG vor, gemeinsam mit Petr Koblic von der Prager Börse. Nachdem die Ostexpansion praktisch gescheitert ist (die Anteile an den Börsen Ljubljana und Budapest wurden verkauft, die Allianz besteht nur noch mit Prag), steht das ganze Konstrukt infrage. Im Aufsichtsrat wird angeblich eine Neuausrichtung diskutiert.
[M26S1]

("Wirtschaftsblatt", Print-Ausgabe, 04.03.2016)

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Kommentare

6 Kommentare

jowmos meint

kuras wäre schon früher mal ausgestiegen,kam jedoch wieder bzw blieb weil die eigentümer sie dazu aufforderten.

2005 hochkonjunktur in der börse..nunja..damals war ja noch die hypo aktiv und wurde noch nicht zerfressen von den männern mit berechtigungspapier vom staat ohne selber angeklagt werden zu können ihr werk zu verrichten.

und nicht weil vordergründig die hypo,doch grundlegend weil ein stabiles element.hochkonjunktur ist kein zufall,sondern stützt sich auf wirtschaftstreibende die in mehreren firmen entweder beteiligt sind oder diese reihenweise stark pushen,und das ist nur dann möglich wenn es keine sumpffirmen gibt,sondern alles akkurat funktioniert.einer dieser hauptakteure bzw handelskonten befand sich in der unicredit

das ging dann schlag auf schlag,zack mio und mrd vom konto dort hin und dorthin,dann zack zurück aufs konto und nochmal.glaub in jenen tagen musste man schon einige rechner der bank austria vom dienst für kunden für jene vorgänge
bereitstellen und einige speicherlaufwerke mussten nachher ausgetauscht werden oder resettet.

das ist nämlich für ein speichermedium eine maximalanforderung ein komplexes netz an daten die geld beherbergen zu speichern dann wieder freizugeben,das alles vom ständig oder abruf erfasst sein auf loslösen,mittels den zugriffen in alle speicherbereiche und sie in netz zu schleusen,über bleibt die speicherkopie die nur ein abbild ist und keine kopie,dann das ganze mit veränderten daten womöglich sogar wieder zurück.

verfasst am 05.03.2016, 19:21

jowmos meint

auch von anderen konten,also auch raiffeisen mit grosskonten.das ganze ging nach einer kurzen pause nach wenigen tagen ,dann wieder weiter,doch ab dann hatte sich der weltmarkt und börsen darauf eingestellt und es gingen schon entweder zuviele mit oder reagierten für sich profitabel darauf.nach etwa 2-3 wochen stagnation endete das globale handelswirken von wien mit einigen zusatzpolen rund um den globus.

klar ,die vielen kleininvestoren waren auch dabei.nicht bei den selben investitionen grossteils,aber dennoch wenige male,ansonsten sowieso stagnativ meist um risiko zu vermeiden.

börsenwirtschaft ist die mathematische erfassung von werten und deren wandel auf der welt,es wird mehrwert gemacht wie auch verluste und am mehrwert teilzuhaben oder diesen erst zu bewerkstelligen kapital erfordert wie auch dieses zu riskieren und folgern lassen kann falsch gerechnet zu haben.

die genrelle sicht damals auf alle bzw investoren und es waren sicherlich etwa 90% aller beteiligt,die anderen ,also rest mit finanz erst nach dem hype einstiegen ,war eine risikounfreudige zudem mit eher geringen erwartungen,zudem man schon ein gewisses finanzlevel erreicht hatte das man nicht riskieren wollte.

verfasst am 05.03.2016, 19:51

jowmos meint

die rechner und speicherplatten,mit anderem wort,wie server,stehen im keller der schottengasse ba,und dass da die mrd herumliefen manchen am nerv ging,seit dem und das ist kein witz heeresleute mit kopiermedien dort herumstehen und auf bewegungen warten um die momente wo die software die speicherdaten die wie benannt als netzkonstruktion in den platten eingelagert sind den befehl der loslösung und einspeisung ins netz bekommen abzufangen und auf ihre festplatten zu speichern.

mittlerweile ,zumindest vor noch einem jahr sich dort unten viele dutzend solcher leute aufhiehlten,und sicherlich auch erfolg damit hatten.

dann versuchten sie eine ehemalige filiale der hypo und eine der hypo nö die in betrieb ist oder bis letztes jahr noch regulär war für den speichereinsatz umzufunktionieren.

(man müsste hierzu,das war das erste ergebnis,international anfragen wieviele filialen jeweils der hypo und hypo nö es 2014,2015 gab und diese vergleichen mit den angaben die man hier bekommt.man sollte jedoch idealerweise die information mit einer person die sich im ausland befindet einholen,um das abfangen und verfälschen der telefonverbindung nicht zu riskieren.

das ist auch schwerer diebstahl.fragen sie schelling aber vorallem faymann wie sie damit klarkommen.die antworten könnten sich als äusserst beunruhigend herausstellen..doch die direkte zusatzerklärung um die nicht öffentlich oder offiziellen vorgänge gegen die hypo erklären würden.

man kann sehr wohl auch die summen nachforschen.

verfasst am 05.03.2016, 20:02

INZUCHTLERVEREIN...UND DAZU NOCH INKOMPETENT.........TANGO KORRRRRRRRRRRUUPTIIIIIIIIIII

verfasst am 04.03.2016, 10:36

Marcelus meint

Die Börseneigentümer betreuen sich selbst... eine Art selbständiges Zweckvermögen... wer will so etwas?

verfasst am 03.03.2016, 19:39

mayechr meint

Die dt. Börse soll ein starkes Interesse haben ...

verfasst am 03.03.2016, 18:47

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