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DONNERSTAG, 20. JUNI 2013 09:14
03.12.2012, 18:19 von Leo Himmelbauer
Wien. Vorweg: Spanien hat bei seinen Euro-Partnern die Auszahlung milliardenschwerer Hilfen für seine maroden Banken beantragt. Aus dem Euro-Rettungsfonds würden insgesamt 39,5 Millarden Euro benötigt, teilte das spanische Wirtschaftsministerium am Montag mit. Der Umfang dieser Tranche ist in etwa so hoch wie zuletzt erwartet. Es geht dabei um einen Teilbetrag des zugesagten Hilferahmens der Euro-Partner von maximal 100 Milliarden Euro zur Rekapitalisierung kriselnder spanischer Geldinstitute. Das Geld für die spanischen Banken soll nun bis zum 12. Dezember an die Regierung fließen.
Die US-Industrie ist einer Umfrage zufolge im November überraschend geschrumpft und bietet damit das schwächste Bild seit mehr als drei Jahren. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager fiel auf 49,5 von 51,7 Punkten im Oktober, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag mitteilte. Damit fiel das Barometer erstmals seit August wieder unter die Marke von 50 Zählern, ab der es Wachstum signalisiert. Es ist zugleich der niedrigste Wert seit Juli 2009. Experten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 51,3 Punkte gerechnet. Das ISM-Barometer für die Beschäftigung fiel erstmals seit September 2009 unter die Wachstumsmarke. Der Index für die Neuaufträge sank zugleich auf den niedrigsten Wert seit August.
An den meisten europäischen Märkten endete der Montag mit leichten Zugewinnen. Die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,15 Prozent, DAX/Frankfurt +0,39 Prozent, FTSE/London +0,16 Prozent und CAC-40/Paris +0,34 Prozent.
Der Wiener Leitindex, zwischenzeitlich auf knapp 2328 gestiegen, konnte das hohe Tempo jedoch nicht halten. Der ATX schloss mit 2304,40 Punkten, einem Aufschlag von 2,41 Zählern oder 0,1 Prozent.
23,17 Euro für RHI, 31,10 Euro für Post, 23,02 für Erste Group, 3,178 Euro für Immofinanz, 38,90 Euro für Flughafen Wien - das waren am Montag zwischenzeitlich 52-Wochen-Hochs. Im Verlauf erreichten Andritz mit 49,90 Euro, Amag mit 22,395 Euro und Agrana mit 97 Euro sogar All-Time-Highs. Doch die meisten dieser Aktien konnten das hohe Tempo nicht halten. Immofinanz ging mit 3,175 Euro aus dem Handel, plus 2,25 Prozent. 49,75 Euro waren die bislang höchste Schlusskurs für Andritz. Die beiden Titel waren die wichtigsten ATX-Punkte-Lieferanten. Die meisten ATX-Punkte wurden von Erste Group vernichtet.
Nach der Schlussauktion war Erste Group mit 1,64 Prozent im Minus. Analysten von Berenberg hatten das das Papier auf Sell zurückgestuft und das Kursziel auf 13 Euro gesenkt. Raiffeisen nahm die Einstufung auf Hold und das Kursziel auf 24 Euro zurück.
ATX-Topverlierer war EVN, minus 3,7 Prozent auf 11,07 Euro. Analysten der Deutsche Bank nahmen die Einstufung auf Hold und das Kursziel auf 13 Euro zurück. Telekom fiel um 2,2 Prozent auf 4,888 Euro. Auch RHI zählte zu den zehn Verlierern im ATX. Der Tagessieg ging an Wienerberger, plus 3,08 Prozent auf 6,43 Euro.
Auf dem gesamten Wiener Markt waren die Gewinner in der Überzahl. Zu ihnen zählten Intercell (plus 4,35 Prozent auf 1,73 Euro) und Century Casinos (plus 2,96 Prozent).
Wertmäßig kam ein Umsatz im prime market (Doppelzählung) von 135,8 Millionen Euro zu Stande, wovon 28,4 Millionen Euro allein auf Erste Group entfielen.
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