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DONNERSTAG, 20. JUNI 2013 03:57
20.12.2012, 14:23 von Leo Himmelbauer
Wien. Vorweg: Finanzministerin Maria Fekter, die entschieden gegen Zocken mit Landesgeldern ist wie das in Salzburg der Fall war, hat heute die sechs Konzessionen aus dem "Stadtpaket" an die Casinos Austria vergeben. Ab 1. Jänner 2013 kann 15 Jahre lang je eine Spielbank in Bregenz, Innsbruck, Salzburg, Graz, Linz und Wien betrieben werden. Das "Landpaket" ist noch zu haben. Vielleicht hat Novomatic dabei mehr Glück, denn dass es mit Stadtpaket nichts geworden ist, wurmt. "Wir werden den Bescheid im Umfang von 575 Seiten über die Weihnachtsferien von unseren Anwälten analysieren lassen und Ende Jänner über die weitere Vorgangsweise entscheiden. Auf Grund der von uns sowie namhaften Experten kritisierten Paketvergabe war für uns die Konzessionserteilung des Stadtpaketes an die Casinos Austria keine Überraschung. Daher behalten wir uns eine Beschwerde gegen die Paketlösung beim Verfassungsgerichtshof vor", teilte Novomatic mit.
Plus 30 Prozent sind möglicherweise gezockt, jedenfalls aber eine feine Sache für den DAX in Frankfurt. Plus 28,32 Prozent sind eine feine Sache für den ATX in Wien. Plus 78,9 bei Erste Group, 70,20 bei RHI, 57,3 bei Raiffeisen, 55 bei Immofinanz, 54,4 bei Amag und 54,3 bei Andritz sind einige Belege für die Rally an den Börsen, die Anlegern heuer schöne Gewinne beschert hat. EVN, Vienna Insurance, Post, RHI, Erste, Atrium, Immofinanz und Flughafen Wien haben am Mittwoch Ein- oder Mehrjahreshochs erreicht, Amag sogar All-Time-High.
Am Donnerstag, einen Tag vor dem vermeintlichen Weltuntergang also, wurde an allen europäischen Märkten eine Rallypause eingelegt, die aber nicht lange dauerte. Schon zu Mittag gibt es mitunter leichte Zugewinne. Nicht so in Wien, wo der Leitindex der Wiener Börse um 14 Uhr einen Abschlag von 13 Punkten auf 2415 Zähler. aufweist. Neun ATX-Titel stehen auf der Gewinnerseite, ganz oben CA Immo (plus 2,2 Prozent), unter anderem auch noch Conwert, Wienerberger und SBO. Andritz nähert sich dem All-Time-High von 50 Euro, 32 Cent fehlen noch. Vienna Insurance hat mit 39,73 Euro ein neues Jahreshoch erreicht. Auch Voestalpine bleibt hart und legt leicht zu. Voestalpine ist heuer mit Abstand bester Stahlwert in Europa mit Zugewinnen von rund 28 Prozent seit Jahresbeginn. Der nächstbeste, ThyssenKrupp, hält bei plus 4,3 Prozent.
Schwergewicht Erste Group büsst 1,1 Prozent ein, Schwergewicht Immofinanz gleich mehr als vier Prozent. Österreichs grösstes Immobilienunternehmen hat Zahlen für das erste Halbjahr gelegt, die den Erwartungen der Anleger und Analysten offensichtlich nicht gefallen. Die Immofinanz-Aktie kostet nun 3,25 Euro, was einen positiven Aspekt hat: Das Unternehmen kann seinen Aktienrückkauf wieder fortsetzen. Er war unterbrochen worden, nachdem die Preisobergrenze von 3,00 überschritten wurde. Ab 21. Dezember gilt die nach oben korrigierte Preisgrenze von 3,33 Euro. Gestern noch war die Immofinanz-Aktie um 3,42 Euro zu haben.
Strabag kostet aktuell 20,20 Euro. Die Aktie ist mit 0,5 Prozent im Minus. Der Aufsichtsratspäsident des Baukonzerns, Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, ist unter andem auch Aufsichtsratspräsident und 25-Prozent-Aktionär des Wiener Finanzinvestors Cudos. Unter Federführung der Cudos hat eine Investorengruppe den insolventen Textilhersteller Backhausen übernommen.
Unter den Wiener Nebenwerten überrascht Hirsch Servo, plus 74 Prozent. Die Aktie des defizitären Kärntner Unternehmens kostet nun 10 Euro. Die Aktie des defizitären niederösterreichischen Büromöbelherstellers Bene kostet lediglich 93 Cent, minus drei Prozent. Die Aktie des oberösterreichischen Feuerwehrausrüsters Rosenbauer kostet 46,50 Euro. Das ist ein Jahreshoch.
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Kommentare
2 Kommentare
Gast: d.k. meint
verfasst am 12:51 19.12.2012
Gast: blubb meint
verfasst am 12:03 04.12.2012