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14.02.2013, 15:37 von Leo Himmelbauer
Wien. Vorweg: Die EU-Kommission hat am Donnerstag offiziell den Vorschlag für eine Finanztransaktionssteuer auf Ebene der sogenannten verstärkten Zusammenarbeit von elf Staaten - darunter Österreich - präsentiert. EU-Steuerkommissar Algirdas Semeta erklärte, die vorgeschlagene Maßnahme sei "fair und sachlich ausgereift". Sie werde den Binnenmarkt stärken und unverantwortliches Handeln eindämmen. Der Vorschlag sieht wie im ursprünglichen Plan für alle 27 Mitgliedsländer Steuersätze von 0,1 Prozent auf Aktien und Anleihen sowie 0,01 Prozent für Derivatkontrakte vor. Die erwarteten Einnahmen durch die elf Staaten werden mit 30 bis 35 Milliarden Euro angegeben.
Sinkende Exporte und Investitionen haben die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal so stark schrumpfen lassen wie seit dem Höhepunkt der weltweiten Finanzkrise nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt fiel zwischen Oktober und Dezember um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt Anfang 2009 mit 4,1 Prozent. Frankreich als Nummer zwei der Euro-Zone schlug sich diesmal besser, wenn auch nicht gut: Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte mit 0,3 Prozent nur halb so stark. Die Schnellschätzung des WIFO ergab für das vierte Quartal einen realen Rückgang der österreichischen Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent gegenüber der Vorperiode. Für das gesamte Jahr 2012 ergab sich somit vorläufig ein Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent.
An den meisten europäischen Märkten gibt es am Donnerstag Verluste. Am Nachmittag liegt der EuroStoxx50 mit rund einem Prozent im Minus. Der Leitindex der Wiener Börse weist zum US-Handelsauftakt einen Rückschlag von 27 Punkten auf. Lediglich vier der 20 ATX-Werte (Wienerberger, CA Immo, Voestalpine, Mayr-Melnhof) liegen im grünen Bereich. Erste Group verliert - dem europäischen Trend folgend - mehr als drei Prozent. Amag ist um mehr als zwei Prozent leichter. Einbussen von mehr als ein Prozent haben Post, Immofinanz, OMV, Lenzing, und Verbund.
Auch auf dem gesamten Wiener Markt sind die Verlierer in der Überzahl. BWT gibt mehr als sechs Prozent ab. Zu den Lichtblicken gehört Agrana. Die Aktie des Zucker-, Stärke- und Frucht-Konzerns notiert bei 99,89 Euro, ein Cent unter dem All-Time-High.
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