04.01.2016, 12:39  von APA/schu

Der ATX hat am Montag keine Chance

Bild: wb

Die Wiener Börse hat sich heute, Montag, zu Mittag bei gestiegenem Volumen weiterhin mit sehr schwacher Tendenz präsentiert.

Der ATX wurde um 12.00 Uhr mit 2.340,93 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 56,01 Punkten bzw. 2,34 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -3,59 Prozent, FTSE/London -2,13 Prozent und CAC-40/Paris -2,32 Prozent.

Der ATX weitete seine Abschläge bis Mittag noch etwas aus und zeigte sich damit zum Jahresauftakt so wie das europäische Umfeld tiefrot. Zuvor waren bereits die asiatischen Aktienmärkte nach enttäuschenden Konjunkturnachrichten aus China gehörig unter Druck geraten. Zudem gebe der eskalierende Streit zwischen Saudi-Arabien und dem Iran Anlass zur Sorge, hieß es von Marktbeobachtern weiter.

In China ist die Industrieproduktion im Dezember den fünften Monat in Folge zurückgegangen und hat damit die Furcht vor einer immer stärker abflauenden Konjunktur der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft genährt.

Hingegen ist die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone im Dezember auf den höchsten Stand seit gut eineinhalb Jahren gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex erhöhte sich zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 53,2 Zähler. Das ist der höchste Stand seit April 2014. In den vier größten Eurostaaten hellte sich die Stimmung mit Ausnahme Spaniens auf. Dort gab der Indikator leicht nach.

Im weiteren Tagesverlauf dürften insbesondere die US-Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe interessieren. Für Aufmerksamkeit könnten am frühen Nachmittag auch noch die vorläufigen Verbraucherpreise in Deutschland sorgen.

Unter den heimischen Einzelwerten zeigten sich voestalpine mit einem deutlichen Abschlag von 3,56 Prozent auf 27,34 Euro und Andritz büßten ebenfalls 3,56 Prozent auf 43,45 Euro ein. OMV schwächten sich um 3,20 Prozent auf 25,30 Euro ab. Immofinanz zeigten sich 2,86 Prozent tiefer bei 2,04 Euro.

Auch die Bankwerte tendierten klar schwächer. So gaben Raiffeisen-Papiere um 1,54 Prozent auf 13,40 Euro nach und Aktien der Erste Group verloren 2,56 Prozent auf 28,17 Euro. Angeführt wurde die Verliererliste im prime market von Zumtobel mit einem Minus von 3,97 Prozent auf 22,36 Euro.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX im Eröffnungshandel bei 2.396,94 Punkten, das Tagestief lag gegen 10.20 Uhr bei 2.332,87 Einheiten. Der ATX Prime notierte zum oben genannten Zeitpunkt 2,21 Prozent tiefer bei 1.201,16 Punkten. Im prime market zeigten sich lediglich fünf Titel mit höheren Kursen, 34 mit tieferen und keiner unverändert. In zwei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2.657.082 (Vortag: 1.370.312) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 69,737 (35,89) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Andritz mit 136.163 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 11,82 Mio. Euro entspricht.

 

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