08.02.2016, 18:09  von APA

Kursgemetzel bei Bank-Aktien - ATX verliert fast fünf Prozent

Der Leitindex der Wiener Börse verliert am Montag fast fünf Prozent. Schwer angeschlagen sind nicht nur die beiden Bank-Titel Erste Group und Raiffeisen. Die Ziegelaktie Wienerberger büsst mehr als elf Prozent ein.

An den europäischen Börsen ging es Montag  rasant abwärts. Der DAX in Frankfurt etwa fiel unter die  Marke von 9000 Punkten  und schloss mit einem Minus von 3,3 Prozent auf 8979,36 Zähler. Topverlierer im DAX wie im EuroStoxx50, der ebenfalls mehr als drei Prozent einbüsste, war die Aktie der Deutschen Bank. Sie fiel um 9,5 Prozent auf das Schluss-Rekordtief von 13,82 Euro. In Zürich brach der Leitindex SMI am Montag auf den tiefsten Stand seit rund zweieinhalb Jahren. Er gab 2,5 Prozent auf 7759 Punkte ab. Zu den Verlierern zählten vor allem konjunktursensible Werte und Bankaktien. Credit Suisse und UBS verloren 4,3 und fünf Prozent. Bereits in der Vorwoche war der SMI vier Prozent abgerutscht, seit Jahresbeginn beträgt das Minus knapp zwölf Prozent.
 
An der Wiener Börse rückt der Leitindex ATX greifbar  nahe an die Marke von 2000 Punkten heran. Der ATX verlor am Montag 4,86 Prozent auf 2026,40 Punkte und damit den tiefsten Stand seit Oktober 2014.
Das Minus gegenüber Jahresbeginn beträgt  bereits 15,46 Prozent.
 
Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -2,32 Prozent, DAX/Frankfurt -3,30 Prozent, FTSE/London -2,65 Prozent und CAC-40/Paris -3,16 Prozent.

Topverlierer im ATX war die Aktie des Ziegelherstellers Wienerberger, die 11,01 Prozent auf 12,775 Euro nachgab. Unter die Räder kamen  auch die beiden Bankschwergewichte. Erste Group büßten zwischenzeitlich mehr als neun Prozent ein. 23,49 Euro, minus 7,57 Prozent, hiess es zu Handelsschluss. Raiffeisen verloren bei hohem Volumen 6,86 Prozent auf 10,39 Euro. Verluste von mehr als sechs Prozent setzte es auch für Immofinanz, Lenzing und Zumtobel. Verluste von mehr als vier Prozent gab es für Andritz, CA Immo und RHI, Verluste von mehr als drei Prozent für Post, Buwog, Verbund, Flughafen Wien, SBO und Vienna Insurance.
Kursverluste gab es für alle 20 ATX-Titel. Mit rund 1,7 Prozent fielen sie bei OMV, Conwert und Telekom Austria am geringsten aus. Die Aktie des Versicherungskonzerns Uniqa erreichte mit 5,25 Euro (minus 2,87 Prozent) ein neues Rekordtief.
 
Belastet wurden Europas Börsen vom anhaltenden Ölpreisverfall, dem zuletzt erstarkten Euro und Sorgen um die Weltkonjunktur. Ausgelöst wurden diese auch von einigen zuletzt schwach ausgefallenen Konjunkturdaten aus China. Neue Nachrichten gab es zu Wochenbeginn zwar nicht, die jüngsten Börsenverluste dürften aber zu einer verschlechterten Charttechnik, Anschlussverkäufen und einer gewissen Eigendynamik der Märkte geführt haben, hieß es.

Für den Erste Group-Analysten Hans Engel sind die sich laufend eintrübenden Gewinnerwartungen der wichtigste Hintergrund der Börsenverluste. "Die Konsensusschätzungen für die Unternehmensgewinne wurden in diesem Jahr immer weiter nach unten revidiert", erklärt der Experte für internationale Aktienmärkte. Nach vielen Jahren steigender Gewinne seit 2009 könnte dieser Zyklus nun zur Neige gehen, so der Analyst zur APA.

Neue Impulse werden jetzt von den am Freitag anstehenden US-Wirtschaftsdaten erwartet. Für Bewegung könnte auch die Ergebnisberichtssaison sorgen. Am Dienstag werden die Jahresergebnisse der Telekom Austria erwartet, am Mittwoch stehen Quartalszahlen der voestalpine an.

 

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