18.03.2016, 18:11

ATX legt trotz Gegenwind leicht zu

WIENER BÖRSE / Bild: (c) PEROUTKA Günther / WB (PEROUTKA Guenther / WB)

Nicht einmal negative Konjunkturdaten konnten den ATX von einem versöhnlichen Wochenswchluss abhalten.

Die Wiener Börse hat am Freitag etwas höher geschlossen. Der ATX stieg 19,65 Punkte oder 0,86 Prozent auf 2.316,80 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund zwei Punkte über der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.315,00 Punkten.

Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York +0,57 Prozent, DAX/Frankfurt +0,62 Prozent, FTSE/London -0,04 Prozent und CAC-40/Paris +0,51 Prozent.

Nach einem verhaltenen Handelsauftakt kletterte der ATX im Verlauf recht deutlich in die Gewinnzone, grenzte sein Plus jedoch bis Handelsschluss wieder etwas ein. Konjunkturdaten lieferten dabei keine wesentlichen Impulse. Bereits vor Sitzungsbeginn war bekannt geworden, dass die deutschen Erzeugerpreise im Februar auf ein 6-Jahrestief gefallen sind. Nachmittags wurde zudem publik, dass die US-Kauflaune gemäß dem Michigan Sentiment ihren tiefsten Stand seit einem halben Jahr erreicht hat.

"Hold" für RBI bestätigt

An der Wiener Börse präsentierten sich die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) mit plus 3,41 Prozent bei 13,95 Euro. Zuvor hatten die Analysten der Deutschen Bank ihr Votum "Hold" und ihr Kursziel von 12 Euro bestätigt, jedoch ihre RBI-Gewinnprognosen für 2017 und 2018 gekürzt. Auch die Aktien der Erste Group waren mit plus 2,01 Prozent gut gesucht.

Zudem setzten Vienna Insurance Group (VIG) mit plus 2,06 Prozent auf 19,09 Euro zu einer leichten Erholung an. Am Vortag waren die Aktien der Versicherung um knapp 18 Prozent abgestürzt, nachdem der Konzern über einen herben Gewinneinbruch berichtet und eine deutliche Dividendenkürzung angekündigt hatte. Die Analysten von Kepler Cheuvreux haben zwar ihre Kaufempfehlung "Buy" für die VIG-Aktie bestätigt, das Kursziel aber von 37 auf 25 Euro gesenkt. Begründet wurde die Kürzung mit der gleichzeitigen Senkung der Ergebnisprognosen.

Auch die Titel der Immofinanz waren am Vortag nach Zahlen um empfindliche 11,45 Prozent eingeknickt, sie erholten sich zum Wochenschluss mit plus 0,72 Prozent auf 1,83 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel für die Aktien der heimischen Immofinanz nach der jüngsten Ergebnisvorlage von 3,5 auf 2,5 Euro gekürzt, die Kaufempfehlung "buy" aber bestätigt. Auch die Raiffeisen-Analysten haben ihr Immofinanz-Kursziel von 2,00 auf 1,85 Euro gekürzt und raten zu "Hold".

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