Und wieder gecancelt: Die Eröffnung des Hauptstadtflughafens Berlin Brandenburg wurde nun bereits zum dritten Mal verschoben. Auch der Termin Oktober 2013 wird nicht halten. Und die Kosten haben sich auf 4,3 Milliarden Euro verdoppelt. Für den amtierenden Bürgermeister Berlins Klaus Wowereit (SPD) ist das ein Debakel. Die Opposition verlangt längst seinen Rücktritt.
Wer im Glashaus sitzt … Gerade wenn es um den Bau von Flughäfen geht, kann Österreich mit dem großen Bruder mithalten. Auch der Bau des Check-in 3 des Flughafen Wiens (vormals Skylink) war ein Debakel. 13 Jahre dauerte der Bau insgesamt, die Gesamtkosten beliefen sich auf über 750 Millionen Euro. Der Wiener Bürgermeister musste nicht abdanken, einige Vorstände verloren aber sehr wohl ihren Posten.
Seit 2010 sollte dieser Vorzeigebau abgeschlossen sein. Die Elbphilharmonie in Hamburg steht immer noch nicht. Ursprünglich sollte der Bau mit 77 Millionen Euro zu Buche schlagen. Nach zwischenzeitlich rund 320 Millionen Euro, wird es nun mit Hotel und Tiefgarage rund 575 Millionen Euro kosten. Eröffnung ist nach einer Neuplanung für 2017 geplant.
Der unterirdische Bahnhof in Stuttgart soll der deutschen Bahn rund 1,1 Milliarden Euro mehr kosten als geplant. Trotz dieser Summe war der Skandal vor allem politisch. Die Polizei rückte mit Wasserwerfern gegen demonstrierende Schüler und Pensionisten aus. Das löste nicht nur in Deutschland heftige Diskussionen über Bürgerproteste aus.
Hochmoderne Abfertigung fängt mit Handarbeit an. Als der Terminal 5 am Londoner Flughafen Heathrow im März 2008 nach sechs Jahren Bauzeit eröffnet wurde, blieben Berichten zufolge 30.000 Koffer liegen und mussten per Hand sortiert werden. Grund war die defekte automatische Gepäckabfertigungsanlage.
Es sollte das achte Weltwunder werden, übrig blieb eine wundersame Insel in Palmenform. Sieben Jahre lang baute die nun hochverschuldete Firma Nakheel an der ersten von einst geplanten fünf künstlichen Inseln vor der Küste Dubais.
Im März 2009 kracht das Kölner Stadtarchiv zusammen. Ursachen waren schlampige Bauarbeiten am U-Bahnnetz der Domstadt. Zwei Menschen kamen ums Leben. Bis heute ist die Schuldfrage ungeklärt.
Seit 2007 hat sich der Bau des neuen Hauptbahnhof Wiens "nur" um rund 100 Millionen Euro auf insgesamt 1 Milliarde verteuert. Der Planungsschwäche ist die öffentliche Anbindung. Die nächste U-Bahnstation der Linie U1 wurde zwar von „Südtiroler Platz“ in „Südtiroler Platz-Hauptbahnhof“ umbenannt. Dennoch richtig nahe ist die Station nicht.
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Gast: oenjXnuAYVwX meint
verfasst am 10:54 23.02.2013