14.02.2013, 22:12  von Eva Komarek

Krisenstimmung auf der Madrider Messe Arco

Bild: WB/Georg Kargl

Eine deutlich höhere Mehrwertsteuer auf Kunst, geschrumpfte Ankaufsbudgets der Museen und die Krise im Allgemeinen sind schlechte Voraussetzungen für die Messe.

Im vergangenen Jahr ist noch alles gut gelaufen. Da haben die Geschäfte auf der Madrider Kunstmesse Arco trotz Krise noch gebrummt. Inzwischen hat sich die Lage weiter zugespitzt und die Messe, die noch bis 17. Februar um Besucher buhlt, steht unter einem schlechten Stern. Bei den Teilnehmern hat nur eine leichte Schrumpfung stattgefunden: 202 Galerien aus 27 Ländern haben sich eingefunden und bieten Werke von mehr als 2000 Künstlern an. Österreich ist traditionell immer recht gut vertreten auf der Messe. Heuer nehmen sechs Galerien teil.

Negative Umstände

In Madrid beginnt mit Arco immer das Jahr der großen internationalen Kunstmessen. Heuer zeigt sich so mancher Aussteller aber nicht ganz so zuversichtlich. Da wäre erstens neben der Krise die erhöhte Mehrwertsteuer auf Kunst. Und zweitens wurden die Ankaufsbudgets vieler spanischer Museen dramatisch gekürzt. Gerade diese Institutionen waren aber früher einer der Grundpfeiler der Messeumsätze. In Spanien entstanden viele Museen zeitgenössischer Kunst, die nach Werken für ihre Sammlungen suchten. Diese Käufer sind vom Markt so gut wie verschwunden.

Mit 66 Prozent ausländischer Aussteller ist die Messe so international wie seit Jahren nicht mehr. Der Großteil kommt aus Europa. Zu den am stärksten vertretenen Ländern zählt dabei Deutschland. Auf dem Rückzug sind hingegen Galerien aus den USA aber auch aus Russland. Laut Messe-Chef Carlos Urroz ist das gewollt. Er will die Arco auf den europäischen Markt fokussieren. Als zweite Region hat er Lateinamerika im Visier. Das ist naheliegend, leben doch etliche lateinamerikanische Künstler in Spanien. So ist das kuratierte Arco-Sonderprogramm Solo Projects heuer der lateinamerikanischen Kunst gewidmet.

Gastland Türkei

Ein kluger Schachzug war es, als Gastland der diesjährigen Auflage der Messe die Türkei zu wählen. Das Land hat eine dynamische Kunstszene, die von vielen privaten Initiativen getragen wird und Käufer nach Madrid locken könnte.
Neu ist heuer die virtuelle Plattform Arco Collect Online, auf der Kunst bis zu einem Wert von 5000 € erworben werden kann.

Aus Österreich sind heuer die Galerien Charim, Christine König, Georg Kargl, Hilger, Krinzinger und nächst St. Stephan dabei. Die Galerie Charim zeigt etwa Arbeiten von Robert Muntean, wie „hyper, hyper". Christine König hat Jürgen Teller sowie die Arbeit „Haiku" der rumänischen Biennale-Künstlerinnen Anetta Mona Chisa & Lucia Tkáová im Programm. Georg Kargl zeigt unter anderen Martin Damman und Inés Lombardi, Ernst Hilger hat Fotoarbeiten von Angel Marcos mitgebracht und Rosemarie Schwarzwälder Werke von Helmut Federle, Katharina Grosse, Imi Knoebel und Adrian Schiess.

 

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