0,62%
16.11.2012, 10:30 von Kathrin Gulnerits
Für diese Immobilien legen Käufer im Durchschnitt 2,1 Millionen Euro hin / Bild: Hendrich Real Estate
Sehr reich, sehr verwöhnt, sehr anspruchsvoll: Wer in Kitzbühel und Umgebung auf der Suche nach Haus, Chalet oder Berghütte ist, fällt ziemlich oft in diese Kategorie. Welche Objekte genau - und vor allem in welchen Preisklassen - in dieser Gegend den Besitzer gewechselt haben, hat Evelyn Hendrich, Geschäftsführerin von Hendrich Real Estate, im Zuge ihrer Master Thesis „Luxusimmobilien in Österreich" an der TU Wien erhoben (das WirtschaftsBlatt berichtete). Untersucht wurde ein Zeitraum von zwei Jahren.
Insgesamt wurden demnach in Kitzbühel und Umgebung 750 Wohnungen und Häuser mit einem Transaktionsvolumen von rund 554 Millionen € gekauft. Davon entfallen 169 in die Kategorie „Luxus" mit einem Volumen von insgesamt 297 Millionen €. Das heißt: Das Luxussegment ist für rund
54 Prozent des Transaktionsvolumens verantwortlich. „Nach dem Arlberg hat Kitzbühel die höchste Durchdringung von Luxusimmobilien am österreichischen Markt", sagt Studienautorin Hendrich.
2,1 Millionen € je Immobilie
Der Blick auf die Herkunft der Käufer zeigt: Luxuswohnungen und -häuser wurden im Befragungszeitraum jeweils zur Hälfte von Österreichern und von Ausländern gekauft. Österreicher haben dabei ein Transaktionsvolumen von rund 46 Prozent bewegt; Ausländer eines von 54 Prozent. Im Durchschnitt wurden von den Österreichern 1,9 Millionen und von den Ausländern 2,1 Millionen € je Luxusimmobilie ausgegeben.
Die ausländischen Luxusimmobilienkäufer in Kitzbühel und Umgebung kamen im Untersuchungszeitraum laut Grundbuch aus mindestens 13 Staaten - Spitzenreiter sind mit großem Abstand Deutsche. Hendrich: „80 Prozent des ausländischen und rund 43 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens bei Luxusimmobilien in dieser Region werden von Deutschen getätigt. Es treten zwar auch andere Nationen als Eigentümer in Erscheinung, aber jeweils nur vereinzelt."
Durchschnittlich geben die deutschen Käufer zwei Millionen € pro Transaktion aus, gefolgt von den Zyprioten mit 2,6 Prozent und durchschnittlich 4,4 Millionen € pro Transaktion. „Zypern lässt vermuten, dass andere Käufernationalitäten dahinter stecken", sagt Hendrich. Die viel zitierten Russen, die sich vor allem am Wiener Immobilienmarkt austoben, kommen in Hendrichs Erhebung nur auf Platz sechs. Durchschnittlich geben sie drei Millionen € pro Transaktion aus.
Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen
18:12
22.05.2013, 12:30
22.05.2013, 12:27
Nach den Deutschen und den Zyprioten zählt ein Liechtensteiner mit zwei Prozent Anteil am Transaktionsvolumen und 6,8 Millionen € Kaufpreis bei dieser einen Transaktion zu den Top-3-Käufern in Kitzbühel und Umgebung. Auf Platz vier folgt ein Luxemburger mit 3,3 Millionen € für eine Transaktion.
Jahresevent. Am 12. und 13. Juni findet im Palais Niederösterreich zum ersten Mal die Greet Vienna statt, eine Plattform für Gewerbeimmobilien und Investments in CEE & SEE.
Mietrecht. Die wichtigsten Akteure der heimischen Immobilienwirtschaft reagieren auf die aktuelle Debatte um leistbares Wohnen mit einem demonstrativen Schulterschluss.
Immobiliensuche. Derzeit hat ImmobilienScout24.at rund 4600 Gewerbeimmobilien im Angebot.
Interview. Christian Politsch von BEHF, einem Wiener Architektenbüro, über die Aufgaben, die Einzelhändler künftig bei der Shopgestaltung erfüllen müssen.
Baubranche. Die Fertighausquote beträgt in Österreich knapp 30 Prozent. Wachstumschancen gibt es im Export und im mehrgeschossigen Wohnbau, sagt der Herstellerverband.

Kommentare
0 Kommentare