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30.11.2012, 09:37 von Kathrin Gulnerits
Palais Wohlleben, Palais Principe - und ab kommender Woche Palais Herzmansky: Wer in Wien in einem historischen Stadtpalais wohnen möchte, kommt an der JP Immobiliengruppe nicht vorbei. Während im Palais Principe am Hohen Markt mit 14,2 Millionen € die derzeit teuerste Wohnung von Wien zu haben ist, wird im Palais Herzmansky vergleichsweise günstiger Wohnluxus angeboten. Kommende Woche gehen die ersten fünf von insgesamt elf Wohnungen in dem Stadtpalais in der Lindengasse 10 im siebten Bezirk in den Verkauf. Ab 6000 € pro Quadratmeter sind Interessenten dabei. „Je nach Zustand werden die Wohnungen generalsaniert oder im Ist-Zustand verkauft", sagt Martin Müller, geschäftsführender Gesellschafter der JP Immobilienmakler GmbH. Rund 7,2 Millionen € wurden für das Haus hingeblättert.
Pro Etage gibt es zwei Wohnungen - und die bieten jede Menge Platz: Die künftigen Eigentümer können sich zwischen 150 und 190 Quadratmeter ausbreiten. Müller: „Jede Hofwohnung bekommt eine zehn Meter lange und 2,50 Meter tiefe Terrasse angebaut." Obendrein gibt es einen (noch verwilderten) Garten, der von einem Landschaftsarchitekten zur Gemeinschaftsnutzung neu gestaltet wird. „Das wird kein englischer Garten. Das bisschen Verwunschene soll erhalten bleiben", sagt Müller bei einem Lokalaugenschein.
Alter Safe inklusive
Herzstück des um 1880 errichteten Hauses ist die 170 Quadratmeter große Wohnung des einstigen Hausherren und Kaufhausgründers August Herzmansky, die mit Details wie Originalbeschlägen an den Fenstergriffen und Türen aufwartet. Jedes der Altbau-Zimmer verfügt über einen Kamin und Stuckdecken. „Auch der Original-Safe von Herzmansky steht noch drin", lacht Müller. Der Schlüssel für den großen Safe von Becher & Hildesheim ist natürlich im Kaufpreis inbegriffen. Einzig eine Terrasse bietet diese Wohnung nicht.
„Schöne Wohnungen gibt es viele. Aber wenn das Haus etwas Spezielles, etwas Historisches bietet, macht sich das in der Vermarktung bemerkbar", sagt Müller. „Im Palais Wohlleben haben wir vier Wohnungen in den ersten zehn Tagen verkauft - und die waren nicht in so einem guten Zustand." Wer hingegen nicht so viel Wert auf hohe Räume, Stuck und Holzparkett legt, kann sich im Dachgeschoss des Hauses um etwa 1,5 Millionen € eine 160 Quadratmeter große Wohnung zulegen. Diese bietet zwei Terrassen, zwei schicke Bäder und jede Menge schräge Wände.
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