-0,81%
DONNERSTAG, 20. JUNI 2013 12:18
30.11.2012, 10:04 von Andre Exner
Nur in Paris gibt es einen noch größeren Louis Vuitton-Store als in Wien - und das, obwohl der französische Luxuskonzern Marktkennern zufolge eine enorm hohe Miete am exklusiven Standort auf der Tuchlauben zahlen muss und der heimische Retailmarkt als gesättigt gilt. Doch die City wird nicht nur modisch. Auch der Bereich Lebensmittel wurde von Merkur neu besetzt. "Alle reden das Thema Retail zu Tode - zu Unrecht", sagt Armin Ebner von BEHF Architekten zum WirtschaftsBlatt; sein Team hat die Merkur-Filiale am Hohen Markt entworfen. Zwar sei Shoppen im Internet für preisbewusste Kunden immer wichtiger, auch seien viele Shops, die über den Preis operieren - etwa früher Schlecker - eine architektur- und konzeptfreie Zone. "Einzelhandel kann aber auch Beratung und Verführung zugleich sein, und da geht der Trend in die andere Richtung", sagt Ebner.
Das zeigen auch die Shops von Marken wie Hollister oder Abercrombie & Fitch. Dort werde mit Botschaften gearbeitet, die der Preis allein niemals werde abdecken können. Das wüssten die BEHF-Kunden - sie werden immer professioneller: "Wer heute im Einzelhandel erfolgreich sein will, muss genau wissen, was er braucht", so Ebner. Im Lebensmittelbereich geht der Trend etwa Richtung Convenience; nicht nur bei Merkur, auch im neuen Interspar Wien Mitte wurde das bedacht.
Viele Renovierungen
Neue Einzelhandelskonzepte werden aber nicht nur in der-sündteuren, aber trotzdem beliebten - Wiener City umgesetzt. Viele Einkaufszentren werden derzeit mit Millionenbeträgen runderneuert. Uno-Shopping und Center West in Graz haben damit schon begonnen, die Spar-Tochter SES steckt demnächst 20 Millionen € in die Flächen in der Shopping City Süd.
Die vermutlich größte Neuentwicklung heuer war das Shopping Resort G3, wo Entwickler BAI einen dreistelligen Millionenbetrag investiert hat. Zu Recht, wie Experten sagen: Gerasdorf ist die am schnellsten wachsende Stadt Österreichs, das Einzugsgebiet des G3 reiche bis Bratislava. Der Schwerpunkt liegt hier auf Ökologie, also "Einkaufen mit einem guten Gewissen": Auch eine BREEAM-Zertifizierung wird angestrebt.
(WirtschaftsBlatt, Print-Ausgabe, 2012-11-30)
Das WirtschaftsBlatt 3 Wochen gratis testen
» Jetzt kostenlos bestellen
18.06.2013, 09:15
14.06.2013, 12:09
14.06.2013, 12:04
Immobilien. Insgesamt 15 Häuser von Conwert, Premium AG und S Immo sind vom Hochwasser in Deutschland direkt betroffen. Schäden können die Unternehmen noch nicht beziffern.
Hotel. Das vierstöckige Drei-Sterne-Hotel soll vom Terminal 2 des Flughafens zu Fuß erreichbar sein und vor allem Passagiere von Lowcost-Gesellschaften ansprechen.
Immobilien. Mit Populismus könne man die Leistbarkeit des Wohnens nicht sichern, sagt ÖVI-Geschäftsführer Anton Holzapfel. Er drängt auf eine Mietrechtsreform nach den Wahlen.
Börsenpläne. Der größte private Wohnimmobilienkonzern Annington will noch vor der Sommerpause aufs Parkett - DAX-Notierung in Reichweite.
Lokalaugenschein. Pompöse Luxusvillen gibt es viele in Son Vida, dem Nobelvorort von Palma. Eine beeindruckt derzeit besonders: Das WirtschaftsBlatt hat die Villa Chamäleon besucht.

Kommentare
0 Kommentare