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11.01.2013, 09:50 von Andre Exner
Die beliebtesten Anlageformen der Österreicher bleiben auch heuer das Sparbuch, Immobilien und Gold, geht aus einer Umfrage des weltweit größten Fondsanbieters Fidelity in Österreich hervor. Doch gerade bei Immobilien ist der Heimmarkt schon ziemlich ausgereizt - die Preise sind auf dem Dach, die Renditen hingegen im Keller zu suchen, um in der Fachsprache zu bleiben. Daher wandern immer mehr Immobilienanleger ins benachbarte Deutschland aus. "Jeder zweite Euro, der bei uns investiert wird, fließt bereits nach Deutschland", sagt Walter Wittmann, Vorstand des Wiener Zinshaus-Entwicklers Premium AG, der nach 20 Jahren Österreich-Fokus derzeit den Bereich Deutschland ausbaut.
Die Masse des Geschäfts entfällt auf Wohnungen und Hausbeteiligungen. Für besonders betuchte Investoren hat Wittmann aber auch etwas Besonderes im Angebot: ein saniertes, voll vermietetes Zinshaus mit 1600 Quadratmetern in der Dresdner Altstadt. Bezogen auf den Kaufpreis von 2,56 Millionen € vor Nebenkosten erwartet den Käufer eine Rendite von 4,5 Prozent p. a. "Das ist rund das Doppelte dessen, was mit einem Zinshaus in vergleichbarer Wiener Bestlage erzielbar wäre", sagt Wittmann.
Der Premium-AG-Chef rät Investoren, die keine Erfahrungen mit direkten Immobilienbeteiligungen in Österreich gesammelt haben, trotzdem ausdrücklich davor ab, allein wegen der höheren Rendite gleich nach Deutschland zu gehen. "Ich würde es auch keinem Österreicher raten, allein in Deutschland zu investieren", sagt er. "Das Immobilieninvestment ist nicht nur eine Frage des Geldes. Die meisten Kunden haben es gerne, wenn sie an ihrem Haus täglich vorbeifahren können."
Wien ist viel teurer
Auch in Österreich hat Wittmann in der Rodlergasse im 19. Wiener Gemeindebezirk ein komplettes revitalisiertes Zinshaus im Angebot. Hier liegt der Preis allerdings bei mehr als sechs Millionen €.Damit wird dieses Objekt wahrscheinlich nicht an einen Einzelkunden, sondern an eine Investorengruppe gehen.
(WirtschaftsBlatt, Print-Ausgabe, 2013-01-11)
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