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DONNERSTAG, 20. JUNI 2013 01:42
18.01.2013, 08:35 von Kathrin Gulnerits
Hübsch sehen sie aus, die Villen und Luxusapartments, die vor dem Hajar-Gebirge auf Jebel Sifah in Oman aus dem Boden gestampft wurden. Bewohner sucht man hier freilich vergeblich; auch im Yachthafen vor den Villen schaukeln nur zwei statt 80 Booten im Wasser und die Auslagen der 50 Shops entlang der Marina sind ebenfalls leer. Einzig im schicken Boutiquehotel „Sifawy" gleich nebenan tummeln sich ein paar Gäste.
Kaum zu glauben, dass Jebel Sifah, rund 30 Kilometer von Omans Hauptstadt Maskat entfernt, künftig einmal Heerscharen von Touristen und gut betuchte Wohnungskäufer anlocken soll. Die Projektentwickler - ein Joint Venture der Schweizer Orascom Development Holding AG und der Muriya Tourism Development Company - jedenfalls glauben daran. In Summe umfasst die Destination, die sie hier entwickeln wollen, stolze 6,2 Millionen Quadratmeter.
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„90 Prozent der 200 Apartments waren bereits verkauft. Doch dann kam die Krise und die Käufer nutzten unser Angebot, von den Kaufverträgen zurückzutreten", sagt Orascom-CEO Gerhard Niesslein im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt. „Jetzt müssen wir das Ganze wieder zum Leben erwecken. Aber wir lassen uns damit Zeit", zeigt sich der Österreicher optimistisch. Er betont aber: „Das ist jetzt eine schwierige Phase." Projektphase zwei soll laut Niesslein in den nächsten sechs Monaten in Angriff genommen werden.
Der Lokalaugenschein zeigt: Auf der Baustelle neben der Marina herrscht rege Bautätigkeit. Hier und da stehen bereits einzelne Rohbauten, dazwischen tummeln sich noch die einstigen „Bewohner" dieses Areals: Ziegen und Esel. Sie werden den geplanten drei weiteren Hotels von Missoni, Banyan Tree und Four Seasons weichen müssen. Auch zwei Golfplätze und weitere Apartments sind geplant.
„Banyan Tree fängt im Frühjahr mit dem Bau an", sagt Niesslein, der in Salalah Beach im Süden des Landes ein ähnliches Projekt aus dem Boden stampft. Insgesamt wurden bis jetzt rund 242 Millionen € investiert rund 400 Millionen € sind angepeilt. Wer eines der Apartments sein Eigen nennen will, muss zwischen 1600 und 2400 € pro Quadratmeter auf den Tisch legen. „Zielgruppe sind Inländer, Asiaten und Inder, aber auch Europäer. Der erste, der gekauft hat, war ein Schweizer", sagt Niesslein.
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